Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme von 38 Tegut-Märkten durch die Rewe Group genehmigt. Ursprünglich wollte der Handelskonzern 40 Standorte erwerben. Für zwei Filialen in Hessen gilt jedoch ein vierjähriges Erwerbsverbot, um eine weitere Konzentration im regionalen Lebensmittelhandel zu verhindern.

Betroffen sind die Märkte in Marburg-Ketzerbach und Schlüchtern. Nach Einschätzung der Wettbewerbshüter würde eine Übernahme dort die bereits starke Marktposition von Rewe weiter festigen. Für die übrigen 38 Standorte bestehen dagegen keine durchgreifenden wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
Rewe hatte sich bereits im April mit der bisherigen Tegut-Eigentümerin Migros Zürich auf die Übernahme von bis zu 40 Märkten verständigt. Die Filialen liegen in Hessen, Bayern, Thüringen und Niedersachsen und sollen künftig unter den Marken Rewe und Penny betrieben werden.
Nach Unternehmensangaben sollen bestehende regionale Lieferbeziehungen und das Angebot regionaler sowie biologischer Produkte möglichst erhalten bleiben. Den Beschäftigten der betroffenen Märkte will Rewe im Zuge der Übernahme ein Beschäftigungsangebot machen.
Auch andere Handelsunternehmen übernehmen Teile des bisherigen Tegut-Filialnetzes. Das Bundeskartellamt hat Edeka den Erwerb von 178 Märkten und eines Logistikzentrums genehmigt. Auf die Übernahme von 24 weiteren Standorten muss Edeka vorerst verzichten. Weitere 36 Filialen sollen an die Smart-Store-Kette Tante Enso gehen.
Für zusätzliche 36 Tegut-Märkte wird noch nach Käufern gesucht. Migros Zürich führt dafür ein weiteres Bieterverfahren durch. Die betroffenen Geschäfte sollen zunächst geöffnet bleiben.















