KI-Fehler untergraben Markenvertrauen

Die Commerce-Plattform Rithum hat in einer aktuellen Untersuchung analysiert, wie stark KI-Tools die Produktsuche prägen. Gleichzeitig wächst ein Problem, das direkt auf Marken zurückfällt: fehlerhafte Empfehlungen kosten Vertrauen.

58 Prozent der befragten Online-Käufer in den USA und Großbritannien geben Händlern oder Marken die Schuld, wenn KI-Systeme falsche Produktinformationen liefern. 16 Prozent verzichten nach einer schlechten Empfehlung vollständig auf den Kauf. Die Verantwortung verschiebt sich damit von der Technologie hin zum Anbieter.

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KI wird bei den Befragten zunehmend zum Einstiegspunkt in die Customer Journey. 70 Prozent der Nutzer haben in den vergangenen drei Monaten entsprechende Tools eingesetzt, mehr als ein Drittel nutzt sie regelmäßig zur Produktsuche. Der eigentliche Kauf findet jedoch meist außerhalb dieser Systeme statt. Entscheidungen fallen damit früher – und oft bevor ein Händler überhaupt Kontakt zum Kunden hat.

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Damit rückt die Qualität von Produktdaten in den Mittelpunkt. Für 67 Prozent ist der Preis die wichtigste Information, die eine KI korrekt wiedergeben muss. Dahinter folgen Bewertungen und Verfügbarkeit. Doch 44 Prozent sehen gerade bei diesen Basisdaten deutliche Schwächen.

Gleichzeitig verändert KI den Wettbewerb. Jeder fünfte Käufer hat bereits ein Produkt einer zuvor unbekannten Marke erworben, weil es von einer KI empfohlen wurde. 13 Prozent geben an, häufiger Anbieter zu wechseln. Besonders bei jüngeren Nutzern sinkt die Bereitschaft zur Überprüfung: In der Altersgruppe von 18 bis 27 Jahren verlässt sich eine Mehrheit direkt auf KI-Empfehlungen.

Auffällig ist, wie selten Nutzer die erhaltenen Empfehlungen bei Händlern selbst prüfen. Nur 5 Prozent gehen direkt auf Marken- oder Shopseiten. Die meisten greifen zunächst auf Suchmaschinen oder ihr Umfeld zurück. Zu diesem Zeitpunkt ist die Entscheidung oft bereits gefallen.

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