Das Statistische Bundesamt (Destatis) sieht im ersten Halbjahr 2025 deutlich mehr Neugründungen größerer Betriebe als im Vorjahr. Gleichzeitig nahm auch die Zahl der vollständigen Aufgaben zu – der Markt bleibt in Bewegung.

Von Januar bis Juni 2025 wurden rund 67.600 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung hindeuten. Das sind +9,4 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2024. Die vollständigen Aufgaben solcher Betriebe stiegen parallel um 6,6 % auf rund 51.800. Unter dem Strich ergibt sich damit ein positives Nettosaldo – ein Hinweis auf anhaltende Dynamik trotz höherer Abgänge.
Über alle Gewerbe hinweg registrierte Destatis im ersten Halbjahr 2025 rund 325.300 Neugründungen, +4,6 % zum Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen lag bei rund 386.600 (+3,4 %). Dazu zählen neben Neugründungen auch Übernahmen, Umwandlungen und Zuzüge aus anderen Meldebezirken. Diese Abgrenzung ist wichtig, weil sie zeigt, dass nicht jede Anmeldung eine originäre Neugründung ist.
Auf der Gegenseite verzeichnete die Statistik rund 246.900 vollständige Gewerbeaufgaben, +1,6 % im Jahresvergleich. Insgesamt wurden rund 304.700 Gewerbe abgemeldet (+0,8 %). Auch hier umfasst die Summe neben Aufgaben unter anderem Betriebsübergaben, Umwandlungen und Fortzüge. Der Nettoeffekt bleibt positiv: Neugründungen übersteigen die Zahl der vollständigen Aufgaben spürbar, zugleich steigt die Fluktuation.













