Amazon treibt den Ausbau seines stationären Handels mit einem neuen Großflächenkonzept vor. In Orland Park nahe Chicago hat ein lokales Gremium den Weg für einen Store freigemacht, der sich klar an klassischen US-Supercentern orientiert.

Geplant ist ein rund 21.000 Quadratmeter großer Einzelhandelsmarkt mit Lebensmitteln, allgemeinem Sortiment, Serviceangeboten und Abholpunkten für Onlinebestellungen. Damit geht Amazon erstmals deutlich über seine bisherigen stationären Formate wie Amazon Fresh oder Whole Foods hinaus. Die Größenordnung entspricht modernen Walmart-Supercentern, die den US-Großflächenhandel seit Jahrzehnten prägen.
Business Insider ordnet das Projekt als strategischen Test ein, mit dem Amazon stationären Handel und Onlinegeschäft enger verzahnt. Kunden sollen Waren direkt im Markt kaufen oder auf ein erweitertes Online-Sortiment zugreifen, das vor Ort bestellt und abgeholt wird. Größere Lagerflächen im Hintergrund dienen der Unterstützung dieses Modells und sind nicht als eigenständige Logistiknutzung vorgesehen.
Der Schritt markiert eine klare Annäherung an Handelsmodelle, die bislang vor allem Wettbewerber wie Walmart oder Target prägen. Während diese ihre E-Commerce-Strukturen ausbauen, übernimmt Amazon zentrale Elemente des klassischen Großflächenhandels und kombiniert sie mit eigenen digitalen Prozessen. Der Konzern testet damit, wie sich Reichweite, Sortimentsbreite und schnelle Verfügbarkeit an einem physischen Standort bündeln lassen.















