EU-Abgabe bremst Billigimporte aus China

Die seit Juli geltende EU-Abgabe auf günstige Importsendungen zeigt in Frankreich offenbar bereits deutliche Auswirkungen. Die Zahl entsprechender Pakete ging nach Angaben der französischen Zollverwaltung um 30 bis 40 Prozent zurück.

Besonders stark war der Rückgang bei Temu. Zwischen Juni und Juli sank das erfasste Volumen dort um 50 Prozent. Bei AliExpress betrug der Rückgang 37 Prozent, bei Shein 15 Prozent.

Die EU hatte die Drei-Euro-Abgabe auf Kleinpakete bereits Ende 2025 beschlossen. Sie gilt seit Juli 2026 für bestimmte günstige Warensendungen aus Drittstaaten und soll vor allem auf das stark gewachsene Geschäft mit Direktimporten aus China reagieren.

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Der Wettbewerbsdruck durch die chinesischen Plattformen beschäftigt den europäischen Handel bereits länger. Im April hatte der HDE vor Milliardenverlusten durch Temu und Shein gewarnt.

Die unterschiedlichen Rückgänge könnten auch mit der jeweiligen Logistikstruktur zusammenhängen. Shein betreibt seit Ende 2025 ein Lager in Polen und kann einen Teil seiner europäischen Bestellungen innerhalb des Binnenmarkts abwickeln.

Ob sich der Rückgang dauerhaft fortsetzt und in welchem Umfang Plattformen ihre Logistik deshalb stärker nach Europa verlagern, bleibt abzuwarten.

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