Douglas startet KI-Beraterin Anna

Die Kosmetikkette Douglas führt ihren KI-gestützten Beauty Advisor „Anna“ für App und Online-Shop ein. Der Chatbot soll Kunden bei Produktsuche, Pflegeroutinen und Geschenkekauf unterstützen und die digitale Produktauswahl stärker personalisieren.

(Bild: Douglas)

Die Douglas Group kombiniert dafür KI-Technologie von Google Cloud mit eigener Beauty-Kompetenz und Daten aus dem Beauty-Card-Programm. Dieses Treueprogramm zählte zum 31. März 2026 nach Unternehmensangaben mehr als 64 Millionen Mitglieder. Der neue Beauty Advisor wird derzeit schrittweise in Deutschland ausgerollt und unter realen Bedingungen getestet. Nach dem Start in Deutschland plant Douglas auch internationale Einführungen. Bereits 2024 hatte das Unternehmen einen KI-gestützten Beauty-Chatbot mit Google Cloud erprobt. Mit Anna wird daraus nun ein reguläres Angebot für App und Online-Shop.

Anna soll nicht nur einzelne Produkte empfehlen, sondern Kunden auf Gesprächsbasis beraten. Der Chatbot kann etwa Fragen zu Hauttyp, Produktvorlieben, Inhaltsstoffen oder Anlass berücksichtigen und daraus Empfehlungen ableiten. Dazu gehören Vorschläge für Hautpflege, Make-up, Beauty-Routinen oder Geschenke. Der Name verweist auf Anna Carstens, die 1910 gemeinsam mit ihrer Schwester Maria in Hamburg die erste Parfümerie Douglas eröffnete. Gleichzeitig steht „ANNA“ laut Unternehmen für „AI Needs & Navigation Advisor“.

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Für Douglas ist die Einführung Teil einer breiteren KI-Strategie im Omnichannel-Handel. Das Unternehmen setzt bereits auf KI-gestützte Suche, Produktempfehlungen, personalisierte Beauty-Inhalte, ein Hautanalyse-Tool und virtuelle Make-up-Anproben. Der Chatbot soll diese Funktionen stärker mit der digitalen Beratung verbinden und Kunden einfacher durch das Sortiment führen.

Douglas will Anna in den kommenden Monaten weiter ausbauen. Geplant ist unter anderem die Einbindung des Customer Relationship Managements. Wenn Kunden angemeldet sind, soll der Beauty Advisor künftig auch gespeicherte Beauty-Profile, Produktpräferenzen und Ergebnisse aus der Hautanalyse berücksichtigen. Eine Frage nach einer passenden Sonnencreme könnte dann nicht nur allgemeine Empfehlungen auslösen, sondern auch Angaben zum Hauttyp und zu bevorzugten Inhaltsstoffen einbeziehen.

Das Unternehmen erwartet von dem System positive Effekte auf Kundenzufriedenheit, Conversion Rate, Warenwert und Warenkorbgröße. Konkrete Kennzahlen nennt Douglas in der Mitteilung nicht. Bemerkenswert ist aber, dass der Händler den Chatbot nicht als isolierte Testfunktion positioniert, sondern als Teil einer vernetzten Einkaufsberatung über digitale und stationäre Kontaktpunkte hinweg.

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