Amazon arbeitet in den USA an einem neuen Abholservice, der Bestellungen innerhalb einer Stunde in eigenen Filialen verfügbar machen soll. Interne Unterlagen deuten darauf hin, dass der Konzern damit Onlinehandel und stationäre Bestände enger verzahnen will.

Der geplante Service, intern als „Rush Pickup“ bezeichnet, soll es ermöglichen, Produkte aus dem Online-Marktplatz mit Waren aus Amazon-eigenen Geschäften in einer gemeinsamen Bestellung zu kombinieren. Amazon betreibt in den USA unter anderem die Supermarktkette Whole Foods, Amazon Fresh Stores sowie die Convenience-Formate Amazon Go. Ziel ist es, Kunden deutlich schneller Zugriff auf ein breiteres Sortiment zu geben, ohne auf klassische Zustellung warten zu müssen.
Nach internen Planungen ist ein Pilotstart in mindestens einer Metropolregion vorgesehen, angedacht für das erste Quartal 2026. Ob dieser Zeitplan Bestand hat, ist offen. Amazon selbst äußerte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorhaben. Dass das Projekt auf Ebene des oberen Managements verfolgt wird, zeigt jedoch die strategische Bedeutung des Themas.
Der geplante Abholservice wäre ein weiterer Schritt in Amazons Bestrebungen, Liefer- und Bereitstellungszeiten weiter zu verkürzen. Erst kürzlich startete das Unternehmen mit „Amazon Now“ einen Test für Lieferungen innerhalb von rund 30 Minuten in ausgewählten Städten. Parallel testet Amazon ähnliche Schnellangebote auch außerhalb der USA. Die neue Abholung würde diesen Ansatz ergänzen, richtet sich aber an Kunden, die Waren selbst abholen möchten.















