Coop nimmt automatisiertes Zentrallager in Betrieb

Mit dem Start seines neuen Logistikzentrums in Eskilstuna hat Coop Schweden einen der größten und automatisiertesten Umschlagpunkte Europas geschaffen. Auf 77.000 Quadratmetern werden täglich Waren für über 800 Filialen verarbeitet – weitgehend ohne manuelle Eingriffe.

(Bild: SSI SCHÄFER – Fritz Schäfer GmbH)

Ziel des Projekts war es, die bislang stark manuell geprägte Logistik zu modernisieren und an die steigenden Anforderungen hinsichtlich Effizienz, Liefergenauigkeit und Nachhaltigkeit anzupassen. Realisiert wurde die Anlage gemeinsam mit dem Intralogistik-Spezialisten SSI Schäfer, dessen Software- und Automatisierungslösungen den Großteil der Kommissionierprozesse übernehmen. 95 Prozent der Abläufe laufen inzwischen automatisiert.

Ein zentrales Element ist das sogenannte SSI Case Picking. Es ermöglicht die automatische Bildung filialgerechter Mischpaletten mit Hilfe von Robotern. Gelagert werden die Waren zunächst durch 25 automatische Regalbediengeräte, bevor sie per Roboter vereinzelt und über zwei automatische Kleinteilelager mit mehr als 600.000 Stellplätzen weiterverarbeitet werden. Rund 700 Shuttles sorgen für Ein- und Auslagerung. 34 Palettierroboter übernehmen die präzise Zusammenstellung für den Versand.

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Alle Prozesse werden durch die Logistiksoftware WAMAS gesteuert. Sie regelt nicht nur die Reihenfolge der Kommissionierung, sondern sorgt über ein zentrales Informationssystem für die Überwachung und Optimierung sämtlicher Abläufe. Ein festes Technikerteam mit rund 80 Fachkräften betreut die Anlage im Schichtbetrieb und sorgt für Wartung und Störungsbeseitigung.