Das EU-Forschungsprojekt TealHelix entwickelt neue digitale Methoden, um Nachhaltigkeitsinformationen zu Lebensmitteln transparenter und verständlicher zu machen. Beteiligt ist unter anderem GS1 Germany als erfahrener Partner für Produktkennzeichnung und Standardisierung.

Käufer wollen nachhaltiger konsumieren, stehen dabei aber oft vor einem Wirrwarr aus Labels und schwer vergleichbaren Angaben. Das von der EU geförderte Projekt TealHelix will dieses Problem grundlegend angehen. Es setzt nicht auf ein weiteres Siegel, sondern auf digitale, zielgruppenspezifische Ansätze. Ziel ist es, Nachhaltigkeitsinformationen entlang der gesamten Lieferkette besser nutzbar und relevanter zu machen.
Koordiniert von der Universität KU Leuven arbeiten 17 Partner aus elf europäischen Ländern gemeinsam an neuen Lösungen. Herzstück des Vorhabens ist der sogenannte „Sustainable Food Compass“. Dieses digitale Werkzeug soll individuelle Vorlieben mit Umweltzielen verknüpfen und die Entscheidungsfindung im Alltag erleichtern. Ergänzend werden App-basierte Anwendungen entwickelt, die mithilfe künstlicher Intelligenz und spielerischer Elemente beim Einkauf unterstützen. Erste Praxistests finden unter realen Bedingungen in sechs EU-Ländern statt, darunter Deutschland, Polen und Griechenland.
GS1 Germany übernimmt im Projekt eine zentrale Rolle bei der technischen Umsetzung. Eine Schlüsseltechnologie ist der GS1 Digital Link – ein 2D-Code, der direkt am Produkt digitale Informationen wie CO₂-Bilanz, Herkunft oder soziale Produktionsbedingungen verfügbar macht. Diese Inhalte lassen sich dynamisch an Sprache, Nutzungskontext oder Endgerät anpassen, ohne dass sich der sichtbare Code auf der Verpackung ändern muss.















