Mastercard und die Marktforschungsfirma GfK sehen biometrische Authentifizierung zunehmend als festen Bestandteil moderner Paymentprozesse. Eine aktuelle Studie zeigt, dass vor allem jüngere Verbraucher beim Bezahlen verstärkt auf Fingerabdruck oder Gesichtserkennung setzen.

Die Entwicklung betrifft Onlinehandel und stationäre Zahlungssysteme gleichermaßen. Laut der Studie „Mastercard Payment Pulse“ nutzt bereits rund ein Drittel der Deutschen biometrische Verfahren beim Bezahlen. In der Generation Z liegt der Anteil bei mehr als der Hälfte. Besonders verbreitet sind Fingerabdruck und Gesichtserkennung. Biometrie wird aktuell vor allem beim Entsperren von Smartphones eingesetzt, gewinnt aber auch beim Onlinebanking und beim Onlineeinkauf an Bedeutung. In der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren nutzt bereits eine Mehrheit biometrische Authentifizierung beim Banking, ein großer Teil auch beim Online-Shopping.
Sicherheit ist der wichtigste Treiber. Mehr als 40 Prozent der Befragten nennen sie als größten Vorteil biometrischer Verfahren. Komfort folgt, weil Passwörter oder PINs nicht mehr aktiv eingegeben werden müssen. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass klassische Passwortsysteme für viele Nutzer eine Hürde darstellen. Vergessene Zugangsdaten führen weiterhin zu Kaufabbrüchen im Onlinehandel.
Für Händler kann die steigende Nutzung biometrischer Authentifizierung deshalb direkte Auswirkungen auf Conversion-Raten haben. Je einfacher Login und Zahlung ablaufen, desto geringer ist das Risiko von Kaufabbrüchen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit.
Auch im stationären Handel wächst das Interesse an biometrischen Verfahren. Ein wachsender Teil der Verbraucher kann sich vorstellen, künftig per Gesichtserkennung oder ähnlichen Technologien an der Kasse zu bezahlen. Voraussetzung bleibt, dass biometrische Daten sicher verarbeitet werden und nicht zentral gespeichert werden.















