kea hat seinen eigenen digitalen Second-Hand-Marktplatz in Deutschland gestartet. Über die Plattform können Privatpersonen gebrauchte Möbel und Wohnaccessoires des Einrichtungshändlers direkt untereinander verkaufen. Das Angebot ist mit dem Kundenbindungsprogramm Ikea Family verknüpft und soll den Weiterverkauf gebrauchter Ikea-Produkte erleichtern.

Verkäufer dürfen ihre Artikel kostenlos einstellen. Auch für den Verkauf selbst fallen keine Gebühren an. Voraussetzung für die Nutzung ist ein kostenloses Ikea-Family-Konto. Die Plattform unterstützt Verkäufer bei der Erstellung ihrer Anzeigen. Anhand eines Produktfotos kann das System den Artikel erkennen und Angaben wie Produktbezeichnung, Maße, Beschreibung und einen Preisvorschlag ergänzen. Auch passende Ikea-Produktbilder können eingebunden werden. Den tatsächlichen Zustand und den Verkaufspreis bestimmen die Verkäufer selbst.
Bei der Auszahlung haben Verkäufer die Wahl zwischen einer Überweisung und einer Ikea-Guthabenkarte. Wer sich für die Guthabenkarte entscheidet, erhält zum Start zusätzlich einen Coupon im Wert von 15 Prozent des Verkaufserlöses für den nächsten Einkauf bei Ikea.
Der Second-Hand-Marktplatz wurde zuvor bereits in mehreren europäischen Ländern erprobt. In Deutschland ergänzt er den bestehenden Rückkaufservice, bei dem Ikea gebrauchte Möbel selbst zurücknimmt.
Nach von Ikea veröffentlichten Marktdaten erreichte der deutsche Second-Hand-Markt für Einrichtungsgegenstände 2024 ein Volumen von rund 2,1 Milliarden Euro. Bis 2030 wird ein Wachstum auf etwa 2,9 Milliarden Euro erwartet. Der Onlineanteil stieg zwischen 2019 und 2024 von 46 auf 58 Prozent.















