Social Commerce boomt

Dass die Deutschen sich aufgrund der Corona-Pandemie verstärkt dem E-Commerce zugewandt haben, ist inzwischen mehrfach belegt. Davon haben aber nicht nur klassische Onlineshops mit eigenem Webportal profitiert. Auch über die sozialen Medien wird zunehmend eingekauft, wie eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt.

Laut der von Greven Medien in Auftrag gegebenen Untersuchung hat mittlerweile knapp ein Drittel der Deutschen schon einmal über Facebook, Instagram & Co. geshoppt. Die aktuelle Krise hat fast jeden Zehnten dazu getrieben, dies erstmals bzw. verstärkt auszuprobieren.

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Facebook noch vorn

Bei den genutzten Plattformen gibt es große Unterschiede zwischen Männern und Frauen. So präferieren weibliche Käufer Facebook (18 Prozent) vor Instagram (13 Prozent), Whatsapp (10 Prozent) und YouTube (9 Prozent). Bei den Männer liegt zwar Facebook ebenfalls knapp an der Spitze (15 Prozent), direkt auf den Fersen folgt aber WhatsApp (14 Prozent) vor YouTube (12 Prozent) und Instagram (10 Prozent). Der Shootingstar TikTok ist zudem bei zwei Prozent der Frauen auch Einkaufsort, Männer gehen dafür lieber zu Twitter (4 Prozent).

Medikamente tabu

Zu den am meisten erworbenen Artikeln zählen Kleidung (16 Prozent der Befragten), Schmuck und Accessoires, Bücher und Kosmetik ( je 11 Prozent), gefolgt von Tickets/Eintrittskarten (10 Prozent) und Gutscheinen (9 Prozent). Bücher und Gutscheine haben dabei das größte Wachstumspotential, da sich fast die Hälfte vorstellen kann, sie über soziale Medien zu kaufen. Medikamente kommen dagegen ebenso wenig an wie Lebensmittel, Reisen und Dienstleistungen.

Die Corona-Krise hat das Interesse an Social Commerce vor allem bei den Männern angefacht. So gaben fünf Prozent von ihnen an, nun das erste Mal über die sozialen Kanäle geshoppt zu haben. Bei den Frauen werden es dagegen nur zwei Prozent.

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