Oculus Quest 2: Virtual Reality auf neuem Niveau

Mit der Oculus Quest 2 hat Facebook eine Virtual Reality-Brille vorgestellt, die auch entsprechenden Anwendungen im Handel einen kräftigen Schub versetzen könnte. Wie der Vorgänger ist sie komplett autark nutzbar, dabei allerdings doppelt so leistungsstark und sogar günstiger erhältlich. Allerdings kommen zumindest deutsche Privatanwender (offiziell) bislang nicht in den Genuss des fortschrittlichen Geräts.

(Bild: Facebook)

Dies hängt mit dem hiesigen Verkaufsstopp für Oculus-Produkte zusammen, der laut c’t auf einem Beschluss des Bundeskartellamts basiert. Die Aufsichtsbehörde hat Facebook untersagt, Daten unterschiedlicher Unternehmensbereiche zusammenzuführen – und die Nutzung der Oculus-Headsets setzt künftig einen Facebook-Account voraus.

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Dabei dürfte durchaus auch in Deutschland eine große Nachfrage nach der Oculus Quest 2 bestehen, die angesichts der verbauten Technik für sagenhaft günstige 350 Euro (64 GB Speicherplatz) bzw. 450 Euro (256 GB) angeboten wird. Sie erreicht eine Auflösung von fast 4K (je 2K pro Auge) und sollte Umgebungen damit schärfer darstellen als alle anderen Headsets der Firma. Zudem ist sie zehn Prozent leichter als die Oculus Quest. Über ein Kabel lässt sie sich mit dem PC verbinden und so auch als Headset für den Computer nutzen. Im Lieferumfang sind zwei neue Touch Controller enthalten, die deutlich länger mit einer Akkuladung durchhalten und die Steuerung über die Hände der Nutzer ermöglichen.

Die für ein mobiles Gerät enorme Leistungsfähigkeit der Oculus Quest 2 basiert auf dem neuen Qualcomm Snapdragon XR2-Prozessor, der speziell für Standalone-VR- und AR-Headsets geschaffen wurde. Bislang waren Marktbeobachter davon ausgegangen, dass der Chip bei HTC Premiere feiert. Das vermutlich weiterhin kommende VR-Headset des Herstellers dürfte es nun allerdings schwer haben, Facebook noch zu übertreffen.

Augmented Reality noch im Testlauf

Bei Augmented Reality-Hardware hatte Facebook immer noch wenig Fortschritte zu vermelden. So startet gerade erst Project Aria: Durch dieses für die Forschung entwickelte Gerät will das Unternehmen verstehen, worauf es bei Hard- und Software für AR wirklich ankommt. Project Aria nimmt Video und Audio aus Nutzersicht auf, verfolgt die Augenbewegungen und übermittelt zusätzlich Location-Daten. Sowohl von Trägern als auch von Personen, die Trägern im Alltag begegnen, soll Feedback eingesammelt werden. Ein Prototyp für ein AR-Headset ist Project Aria ausdrücklich nicht.

Zusätzlich arbeitet Facebook zusammen mit Ray-Ban an „Smart Glasses“, die nächstes Jahr auf den Markt kommen sollen. Dabei handelt es sich aber lediglich um eine Datenbrille ohne Display.

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