E-Commerce: Inflation führt zu Sparsamkeit

Die Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten machen auch vor dem E-Commerce nicht halt. Inzwischen überlegen mehr als zwei Drittel der Internetnutzer genauer, was sie eigentlich benötigen, bevor sie online einkaufen. Fast ebenso viele schauen sich stärker nach Sonderaktionen und Rabattangebote um.

Insgesamt 46 Prozent der Internetshopper kaufen generell weniger ein, neun Prozent versuchen mit Ratenzahlungsangeboten die Finanzierung zu stemmen. Dies zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Von den Befragten hatten in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 91 Prozent etwas online erworben, im Corona-Jahr 2021 waren es noch 95 Prozent.

Insgesamt kaufen 35 Prozent mindestens einmal in der Woche im Internet, 38 Prozent sind mehrmals pro Monat dazu bereit. Zwei Drittel besuchen Onlineshops dabei inzwischen mit dem Smartphone, der Laptop erobert mit 54 Prozent (Mehrfachnennung möglich) den zweiten Platz. Dem einst dominierenden Desktop-PC bleibt mit 34 Prozent nur noch der Bronzerang.

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Internationale Plattformen weiter an der Spitze

Am häufigsten sind die Deutschen auf den großen internationalen Plattformen zu finden. Amazon, Ebay, Zalando & Co. locken insgesamt 81 Prozent der Internetnutzer an. Mit deutlichem Abstand (45 Prozent) folgen nationale Verkaufsplattformen wie otto.de, BonPrix oder Baur. Ebenso werden regionale Verkaufsplattformen (29 Prozent) und Second-Hand-Portale (25 Prozent) aufgesucht. Zusätzlich kaufen 53 Prozent gern in großen überregionalen Onlineshops, 23 Prozent freuen sich über regionale Alternativen.

Ihre Auswahl treffen die Onlineshopper dabei primär aufgrund des Preises (65 Prozent), der Möglichkeit der versandkostenfreien Lieferung, positiven Erfahrungen in der Vergangenheit (je 56 Prozent), der Option für kostenlose Rücksendungen (47 Prozent) und einer möglichst schnellen Lieferzeit (44 Prozent). Von Rabattaktionen lassen sich 40 Prozent beeinflussen. Die beliebtesten Produkte sind Kleidung, Schuhe und Accessoires (78 Prozent), Bücher und Hörbücher (54 Prozent) sowie Elektronik-Zubehör (52 Prozent).

Social Media beeinflusst stärker

Kaufimpulse kommen immer häufiger aus den sozialen Netzwerken: Insgesamt 59 Prozent haben sich von diesen schon einmal zum Kauf inspirieren lassen. Hier spielen Beiträge bzw. Posts von Freunden und Bekannten (48 Prozent) eine fast ebenso große Rolle wie Beiträge von Unternehmen und Marken (47 Prozent) und von Influencerinnen und Influencern (43 Prozent). Frauen haben dabei etwas stärker Instagram im Blick, während YouTube derzeit eine absolute Männerdomäne ist. Das Einzelhändler einen Social Media-Auftritt haben, ist für 73 Prozent inzwischen Pflicht, auch wenn nur ein Drittel solchen Accounts gerne folgt.

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