20.11.2012 - 17:53

Analysten äußern Bedenken wegen Windows 8: Keine rosige Zukunft für Microsoft?

Microsoft neues Betriebssystem ist seit rund einem Monat auf dem Markt. Bisher soll der Verkauftsstart allerdings schlechter als von Microsoft erhofft verlaufen, so die Marktforscher. Auch die Prognose für den PC-Absatz im kommenden Quartal fällt eher negativ aus.

Schuld haben soll unter anderem Microsofts verwirrende Bedienoberfläche, die dem Betriebssystem eine Reihe negativer Besprechungen eingebracht hat, so Deutsche-Bank-Analyst Chris Whitmore. Aber auch die stetige Zunahme von Smartphones und Tablets sollen sich für das System als Stolperstein erweisen, da die mobilen Geräte den klassischen PC allmählich verdrängen. Vor allem aber sollen die Unternehmen laut Whitmore wenig Interesse an einer Umstellung auf Windows 8 haben. Ähnliches prognostiziert auch der Gartner Chef-Analyst Peter Sondergaard: "90 Prozent der Unternehmen werden Windows 8 nicht auf breiter Front einführen", so Sondergaard: "Es gibt keinen zwingenden Grund für den IT-Chef, schon wieder eine zeit- und kostenaufwändige Systemumstellung durchzuführen."

Trotzdem sollte Windows 8 die PC-Verkäufe laut Whitmore zumindest kurzfristig wieder ankurbeln: "Wie schon in der Vergangenheit erwarten wir aufgrund der Einführung eines neuen Microsoft-Betriebssystems verstärkte Nachfrage nach PCs. Wir glauben jedoch, dass die Auswirkungen von Win8 aus mehreren Gründen schwächer sein werden als bei früheren vergleichbaren Fällen."

Brian White, Analyst bei Topeka Capital Markets hält die Nachfrage aber für "weit schwächer, als PC-Hersteller vor einem Monat noch geschätzt hatten." Bestätigt wird diese Annahme durch die Zeitschrift Computerwoche, die bereits erste Zahlen vorliegen haben will. So soll die Verbreitung von Windows 8 vor dem Launch und um den Startzeitpunkt herum nur rund ein Fünftel der von Windows 7 in diesem Zeitraum erreicht haben.

Laut dem Windows-Spezialist Paul Thurrott sollen diese Zahlen auch für Microsoft selbst "enttäuschend" sein. Der Hersteller geht aber laut Thurrott vor allem davon aus, dass das Problem primär bei den PC-Herstellern zu suchen sei. 

Für wenig Optimismus sorgt auch eine Studie der USA Today, der zufolge von über  100.000 Befragten, 60 Prozent das neue Betriebssystem zwar kennen, aber zum Großteil nicht kaufbereit sind. Lediglich neun Prozent der Befragten, erklärten, dass sie sich ein neues Gerät wegen Windows 8 kaufen möchten. 42 Prozent wollen sich hingegen lieber ein iPad oder einen Mac anschaffen.

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Stefanie Thalhammer

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