04.10.2016 - 11:42

Zukunft des Bezahlens: Der Kühlschrank zahlt die Zeche

Vernetzte Geräte werden in Zukunft das Einkaufen und Bezahlen automatisieren. Der Spezialist für Zahlungsabwicklung Wirecard weiß, welche Innovationen die Zukunft bereithält – und welche Technologie sie möglich machen.

Die Vernetzung aller Geräte im Haushalt, die auch unter dem Begriff Smart Home bekannt ist, zielt derzeit auf zwei wichtige Punkte: Komfort und Sparsamkeit. Gerade im Energiebereich geht es darum, Heizungen und Klimaanlagen automatisch zu regulieren um Geld zu sparen. Aber auch immer mehr Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen, Kühlschränke und Waschmaschinen werden vernetzt. Dabei soll es der User meist komfortabel haben: einen heißen Kaffee nachdem der Wecker klingelt, automatische Informationen zu Ernährungsgewohnheiten oder abgelaufenen Lebensmittel oder Empfehlungen zum richtigen Waschgang und Waschmittel für die eingelegte Wäsche.

Besonders der Dash-Button von Amazon hat hier für Aufsehen gesorgt, da er auch nicht-smarte Geräte indirekt mit dem Internet verknüpft. Der vom User selbst zu programmierende Button ist dazu gedacht, per Knopfdruck etwas einzukaufen – etwa Waschmittel, das gerade ausgegangen ist. Ist alles eingestellt muss der User nur auf den Kopf drücken und Amazon schickt eine neue Packung. Die Zahlung erfolgt dabei bereits automatisch über den Amazon Account.

Sensoren treiben automatisches Bezahlen

Dieses Prinzip lässt sich prinzipiell auf alle vernetzten Geräte übertragen – und das auch ohne Knopfdruck. Der Komfort, den ein Kühlschrank bietet, der automatisch alltägliche Nahrungsmittel wie Milch, Butter oder Eier nachbestellt würde wohl einige Verbraucher überzeugen. „Dabei geht es nicht darum, dem Verbraucher Dinge anzudrehen, die er nicht braucht oder gar nicht will“, erklärt Jörn Leogrande, Executive Vice President Mobile Services bei Wirecard. „Das ist eher zu vergleichen mit einem Dauerauftrag bei der Bank, nur wird hier nicht zu einem festen Zeitpunkt überwiesen sondern zu einem flexiblen Zeitpunkt – zum Beispiel wenn der Kaffee alle ist – nachbestellt.“

Allerdings stellen sich mit der Automatisierung von Zahlungen andere Fragen: Was passiert etwa, wenn ein Sensor eine Fehlfunktion hat und massenhafte Bestellungen durchführt? Oder was passiert, wenn der Nutzer das Gerät weitergibt oder verkauft? Hinzu kommen noch Sicherheitsfragen zur Handhabung der Zahlungsinformationen und ähnlichem. Bei Wirecard sieht man die Lösung dieser Probleme in der Tokenization.

Tokens sorgen für Sicherheit

Bei der Tokenization werden die wichtigen Daten für den Zahlungsverkehr, wie etwa die Kreditkartennummer, in einer Umgebung mit hohen Datenschutz- und Sicherheitsstandards gespeichert. Die auf Wearables oder anderen Geräten gespeicherten Tokens dienen dabei als Referenz zu diesen Daten. Für Hacker sind sie jedoch uninteressant, ganz im Gegensatz zu den Daten, auf die sie verweisen. Neben diesem Sicherheitsaspekt können die Tokens zudem dazu genutzt werden Regeln zu den Bezahlvorgängen hinzuzufügen, wie etwa ein Enddatum, eine Höchstsumme für Bestellungen oder eine maximale Ausführung in einem bestimmten Zeitraum. So können Fehlbestellungen oder -funktionen verhindert werden. Der User bestimmt dabei die Regeln selbst und kann den Automatismus jederzeit abstellen.

„Bei Wirecard verwenden wir Tokens bereits für unsere Orange Cash Lösung, einer einmal nutzbaren virtuellen E-Commerce Kreditkarte. Unsere Kunden sind damit ebenso wie wir sehr zufrieden.“, erklärt Leogrande.

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Ressort: M-Payment, Commerce
Maximilian Feigl

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