16.10.2018 - 12:26

WLAN im textilen Einzelhandel bei MARC O’POLO

Mit RFID und WLAN hat sich MARC O‘POLO für die Zukunft des stationären Handels ausgerüstet. Die Verknüpfung der beiden Technologien erlaubt es dem Premium-Modelabel, zukunftsweisende Services anzubieten und interne Prozesse zu beschleunigen. Die Geräte dafür lieferte LANCOM, Spezialist für Cloud-basiertes Netzwerkmanagement.

Mit nur einem Knopfdruck erfasst der Filial-Mitarbeiter mit dem Handscanner mehrere Hemden, ohne diese aus ihren Fächern zu nehmen und Sichtkontakt zu den Etiketten zu haben. Drahtlos werden die Daten direkt mit dem RFID-System abgeglichen und verkürzen beispielsweise die Inventur wesentlich. Zeitgleich verbindet sich eine Kundin, die die Filiale soeben betreten hat, über den WLAN-Hotspot mit dem Internet und informiert sich über aktuelle Aktionen und Rabatte.

Im Beratungsgespräch nutzt ein weiterer Mitarbeiter ein Tablet, um direkt interessante Artikel in die Filiale zu bestellen – schnell und einfach über das Drahtlosnetzwerk. MARC O’POLO setzt auf Agilität in seinen Filialen, um die Verkaufsprozesse für die Mitarbeiter und das Einkaufserlebnis für den Kunden zu optimieren. Die Basis für alle Anwendungen schafft ein professionelles WLAN von LANCOM, das den verschiedenen Ansprüchen in Verlässlichkeit und Sicherheit optimal gewachsen ist.

Einsatz in 111 Filialen

„RFID“ hieß das Schlagwort beim Mode-Label MARC O’POLO, mit dem das „drahtlose Zeitalter“ in den Filialen eingeläutet wurde. „Ein Ziel mit der Einführung der Radio-Frequency Identification war es, die Prozesseffizienz in den Filialen zu erhöhen“, erklärt Richard Bürger, Head of IT Retail bei MARC O’POLO. „Damit die erfassten Daten von mobilen Clients direkt in das RFID-System fließen, stand bei uns relativ schnell auch das Thema WLAN auf dem Zettel.“ Für die Implementierung der RFIDLösung und des Drahtlosnetzwerks in den 111 Filialen in insgesamt sechs Ländern fiel die Wahl auf den IT-Dienstleister meco IT AG aus Weingarten.

Eine WLAN-Infrastruktur für mehrere Anwendungen

Abhängig von der Größe der Filiale versorgen zwischen ein bis dreizehn Access Points von LANCOM die Räumlichkeiten flächendeckend mit WLAN. Es wurden Geräte gewählt, die gleichzeitig im 2,4 und 5 GHz-Band funken. So können nicht nur neuere Smartphones, Tablets und Laptops, die das leistungsstärkere 5 GHz-Band bevorzugen, in das WLAN eingebunden werden, sondern auch ältere Clients, die nur 2,4 GHz unterstützen. Pro Filiale ist jeweils ein WLAN-Controller für das zentrale Management und die Konfiguration des WLAN im Einsatz.

„Bald kamen weitere Ideen auf, wie wir das WLAN nutzen konnten“, sagt Richard Bürger. „Schnell wurde dann über ein WLAN für unsere Kunden nachgedacht.“ Kurzerhand machten die Verantwortlichen Nägel mit Köpfen: Es wurden zusätzlich sowohl ein Kunden- als auch ein internes WLAN in ausgewählten Filialen integriert. Die neuen Anwendungen nutzen die bestehende Infrastruktur, so musste nicht in neue Hardware investiert werden. Die Netze verwenden unterschiedliche SSIDs, und die Daten werden über VLANs (virtuelle Teilnetze) logisch voneinander getrennt.

„Beim Gäste-WLAN gehen wir noch weiter, wir greifen den gesamten Datenverkehr am WLAN-Controller ab und routen diesen über eine separate Leitung ins Web“, erklärt Norbert Hofmann, Vorstand der meco IT AG. „So kommt der Kunden-Hotspot garantiert nicht mit der restlichen Netzwerkinfrastruktur in Kontakt.“

Zufriedene Kunden

WLAN in den Filialen hat sich bewährt, wie Richard Bürger bestätigt: „Wir haben die Hardware mit Weitblick und in Verbindung mit einem Projekt angeschafft und nutzen das WLAN mittlerweile auch erfolgreich für eine ganze Reihe weiterer Anwendungen.“ Mit der Synthese aus der RFID und einem stabilen WLAN als Anschlusspunkt wurde eine Mobilität in die Filialen gebracht, die den Verkaufsprozess unterstützt und Aufgaben, wie Inventuren, erleichtert. So bleibt den Mitarbeitern mehr Zeit, um sich der Kunden-Beratung zu widmen. Das interne Drahtlosnetzwerk rundet zudem das Omnichannel-Angebot des Filialisten ab: So können Mitarbeiter beispielsweise über Tablets Ware ordern, die in der Filiale vergriffen und im Online-Shop noch verfügbar ist.

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Ressort: Commerce, Geräte
Maximilian Feigl

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