13.03.2018 - 12:22

Wandel im Handel: Das Konzept vom „wandernden Warenkorb“

Bei der Formel vom „Wandel im Handel“ geht es auch um die Veränderung der Rolle der Händler in der Customer Journey. Das Konzept des „wandernden Warenkorbs“ von Inventorum beschreibt diesen Prozess und gibt Handlungsempfehlungen.

Kunden denken nicht in „Kanälen“: Sie beschränken sich bei der Kommunikation mit Unternehmen weder auf nur ein Medium, noch möchten sie sich beim Einkaufen zwischen online oder stationär entscheiden müssen. Mit diesen Bedürfnissen ändern sich natürlich auch die Ansprüche an die Händler: Die Kombination zwischen analogen Medien, Handy, PC und stationärem Geschäft muss nahtlos funktionieren. Ist das nicht der Fall, findet der Kunde schon bald einen Konkurrenten, der seine Bedürfnisse besser anspricht.

Der Wandel der Customer Journey

Im Vergleich zu früheren Zeiten hat sich die Customer Journey somit stark verändert. Früher hat man sich den Händler ausgesucht, um ein Produkt zu kaufen. Brauchte der Kunde zum Beispiel eine Hose, ist er zum Modehändler im Ort gegangen und hat sich drei Hosen zeigen lassen, von denen er eine nach Anprobe und Beratung gekauft hat. Heute ist es umgekehrt: Die Produktfindung findet über soziale Medien, Werbung oder Web-Recherche statt. Wenn der Kunde in den Laden kommt, hat er schon oft eine gute oder gar konkrete Vorstellung des zu kaufenden Produkts. Daher sucht man gezielt einen Händler, der das Produkt anbietet und vergleicht noch dazu mehrere Anbieter. Diese Customer Journey, der Weg, den ein Konsument bis zur Kaufentscheidung geht, ist heute komplex und oft unberechenbar.

Christoph Brem, Geschäftsführer & Gründer der Inventorum GmbH, spricht daher vom „wandernden Warenkorb” (engl. „moving basket”). „Der Einzelhandel vereinigte einst vom Interesse bis hin zur Kaufentscheidung alles in sich. Diese Zeiten sind vorbei. Heute entwickelt er sich hin zu nur einer weiteren Station im Einkaufserlebnis des Kunden. Das bedeutet auch, dass die Bewerbung, die Beratung und der Verkauf von Waren immer und überall möglich sein müssen“, führt Brem aus. „Große Anbieter wie Amazon kommen diesen Anforderungen bereits nach, wie man am Kauf der stationären Whole Foods-Kette beobachten kann. Doch auch den kleineren Geschäften eröffnen sich hier zunehmend Möglichkeiten.“

So wird geschätzt, dass in Deutschlands Läden mehr als 600 Millionen Produkte in den Regalen schlummern – ein Vielfaches des Angebotes von Amazon in Deutschland. „Doch keiner weiß genau, wo sie liegen, ob sie verfügbar sind und wieviel sie dort kosten. Das muss sich ändern“, führt Brem weiter aus. „Hier besteht eine große Chance für den lokalen Handel.“ Seine grundlegende Aufgabe ist es, den Kunden an möglichst vielen Stellen abzuholen und möglichst lange im und durch den Kaufprozess zu begleiten und auch danach eng an sich zu halten.

Verknüpfung aller Systeme

Mit der Plattform Inventorum Connect sollen genau diese Probleme gelöst werden: Neben dem Kassenvorgang sind darin auch Bestell- und Abwicklungsprozesse aus dem E-Commerce integriert und direkt mit der Warenwirtschaft, Kundenverwaltung und Buchhaltung in Echtzeit synchron gehalten. Dabei lässt sich ein Warenkorb von anderen Systemen in die Plattform übernehmen oder kann an andere Plattformen übergeben werden.

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Ressort: Commerce, Location Based Services
Maximilian Feigl

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