01.03.2017 - 12:16

Studie: Konversionsraten im E-Commerce höher als gedacht?

Die tatsächlichen Konversionsraten beim Online-Shopping in Deutschland sind 1,4 Mal höher als es eine Betrachtung pro Gerät vermuten lässt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Technologieunternehmens Criteo.

In dem Opens external link in new window„The State of Cross-Device Commerce“ Report untersuchte Criteo die zweite Jahreshälfte 2016. Die Analyse soll Einblick geben in das Einkaufsverhalten von Online-Shoppern weltweit und prognostiziert die Entwicklungen beim geräteübergreifenden E-Commerce. „Eine Strategie zur Cross-Device-Erfassung ist für Retailer von entscheidender Bedeutung. Sie hilft nicht nur dabei, Sales korrekt zuzuordnen, sondern auch die Budgets auf die ertragreichsten Kanäle zu attribuieren”, sagt Alexander Gösswein, Managing Director Central Europe, Criteo. „Retailer, die eine nahtlose und personalisierte Kundenerfahrung über alle Geräte hinweg bieten, setzen sich vom Wettbewerb ab.“

Budgets  dank Cross-Device-Erfassung besser einsetzen

Kunden setzen im Kaufprozess verschiedene Geräte ein, angefangen von der Suche bis hin zum Kaufabschluss, so die Studienautoren. Traditionelle Analyse-Tools würden hier nur die Aktivitäten pro Gerät betrachten und liefern nur ein unvollständiges und verzerrtes Bild des Multi-Device-Prozesses. Eine nutzerorientierte Betrachtung mit Tools zur Cross-Device-Erfassung ändere dies. Criteo stellt fest, dass ein Drittel aller Transaktionen ohne Cross-Device-Erfassung falsch zugeordnet wird. Die Konversionen seien demnach im Schnitt 1,4 Mal höher, als eine gerätebezogene Betrachtung vermuten lasse. Zudem dauere die Customer Journey bei umfassender Cross-Device-Erfassung 41 Prozent länger, als dies Modelle vorgeben, die jeweils nur einen Teilaspekt abbilden.

Mobile bleibt die treibende Kraft

Der Kaufprozess ist über alle Geräte hinweg dynamisch, aber Mobile weist in der Studie sowohl steigende Transaktionsraten als auch einen durchschnittlich größeren Warenkorb auf. Dabei wurden 38 Prozent aller Onlinekäufe in Deutschland auf einem Mobilgerät abgeschlossen, was einem jährlichen Wachstum von 19 Prozent entspricht. Der durchschnittliche Bestellwert bei Einkäufen über das Smartphone stieg 2016 um 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und näherte sich somit weiter dem Desktop-Niveau. Bei Tablets liegt der durchschnittliche Bestellwert weiterhin leicht über Desktop-Niveau.

Mode und Luxusgüter bilden mit über 40 Prozent den größten Anteil der mobilen Transaktionen in Deutschland und kommen auf eine jährliche Wachstumsrate von 25 Prozent.Sportartikel landen mit einer ähnlichen Wachstumsrate knapp auf dem zweiten Rang. Weltweit haben mobile Apps inzwischen einen höheren Anteil an den mobilen Transaktionen als mobile Browser (55 Prozent zu 45 Prozent).

Smartphones bei Cross-Device-Einkäufen entscheidend

„Gesucht wird auf dem Smartphone, gekauft am Desktop” gelte nicht mehr, so die Studie. Kunden nutzen ihre Smartphones zum Suchen und zum Kaufen. Retailer müssten deshalb sicherstellen, dass die Nutzererfahrung über Desktop und Mobilgeräte hinweg synchronisiert ist. Laut dem Report nehmen fast ein Drittel aller E-Commerce Transaktionen in Deutschland ihren Ausgang auf dem Smartphone. Cross-Device-Einkäufe sind dabei auf allen Geräten in ähnlicher Höhe zu beobachten: Smartphone (30 Prozent), Tablet (35 Prozent) und Desktop (34 Prozent).

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Ressort: Commerce, Studie
Maximilian Feigl

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