08.01.2019 - 10:30

Studie: KI-Markt in Europa soll sich verfünffachen

Der europäische Markt für Künstliche Intelligenz wird laut einer Studie von rund drei Milliarden Euro in diesem Jahr bis 2022 auf zehn Milliarden Euro wachsen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von durchschnittlich 38 Prozent.

Im vergangenen Jahr lag das Marktvolumen gerade einmal bei zwei Milliarden Euro. Das teilt der Digitalverband Bitkom auf Grundlage der Studie „AI in Europe – Ready for Take-off“ mit. Diese wurde vom European Information Technology Observatory (EITO) angefertigt. Demnach wachsen die Ausgaben für Server und Speicherplatz lediglich um 24 Prozent pro Jahr, während die Umsätze mit Software (45 Prozent) und Dienstleistungen rund um KI (47 Prozent) deutlich stärker anziehen. „Es gibt inzwischen ein breites Angebot an marktfähigen Lösungen, die Künstliche Intelligenz nutzen. Es reicht von Software-Tools, die für Sprach- oder Bilderkennung genutzt werden können über fertige Lösungen etwa für Chatbots zur Kundenberatung bis zu komplexen Anwendungen, mit denen sich personalisierte Mailings fast ohne menschliches Zutun versenden lassen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Allerdings zeigen die Umsatzzahlen trotz der beeindruckenden Wachstumsraten auch, dass die Unternehmen in Europa mit Investitionen in Künstliche Intelligenz noch sehr zurückhaltend sind.“

Unternehmen in Deutschland noch zurückhaltend

In einer aktuellen Umfrage des Digitalverbands Bitkom gibt nur jedes vierte deutsche Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten (25 Prozent) an, an der KI-Technologie interessiert zu sein und ihr aufgeschlossen gegenüberzustehen. Ebenso viele bezeichnen sich selbst als kritisch oder ablehnend – und 17 Prozent haben sich mit dem Thema noch gar nicht beschäftigt. Zugleich sind zwei Drittel der Bundesbürger (64 Prozent) überzeugt, dass der Wohlstand hierzulande in Gefahr gerät, wenn Deutschland bei der Künstlichen Intelligenz nicht zu den führenden Nationen gehört.

Dem EITO-Bericht zufolge investiert das produzierende Gewerbe in Europa aktuell am stärksten in KI. Auf dem zweiten Platz liegt die Finanzbranche, gefolgt vom Handel. Bis zum Jahr 2022 werden die größten Ausgabensteigerungen für das Gesundheitswesen sowie den Handel vorhergesagt.

posten in:


Ressort: Studie, Business Solutions
Maximilian Feigl

,,

Kompendium Location Technologies and Services

Eine Übersicht über aktuelle Technologien, Marketingstrategien und Servicelösungen in der Verbindung von realer und Online-Welt. Mit dabei sind Unternehmen wie CCV, Cinram, Coca Cola, Epson, Ingram Micro, LANCOM Systems, Osram und PAYBACK.
Opens external link in new window...mehr

GFM Nachrichten ePaper

GFM Nachrichten ePaper

Nächste Veranstaltungen

Keine Artikel in dieser Ansicht.