05.02.2019 - 10:19

Studie: AR und VR in fünf Jahren im US-Handel etabliert

Der Entwickler und Hersteller von 3D-Hard- und Software Artec 3D wollte wissen, wie US-Verbraucher zum Einsatz von Virtual- und Augmented Reality-Technologien im Einzelhandel stehen. Das Ergebnis: 69 Prozent erwarten den Einsatz in den nächsten fünf Jahren.

Im elektronischen wie auch im stationären Handel werden beträchtliche Mittel in Virtual (VR)- und Augmented Reality (AR)-Technologien investiert. Sie sollen dem Verbraucher im Rahmen der nächsten Innovationswelle die angebotenen Produkte näherbringen. Da AR und VR für den Einzelhandel aber noch relativ neue Konzepte sind, stellt sich die Frage, für wie sinnvoll Verbraucher diese Technologien halten. Deshalb führte Artec 3D eine Studie mit über 1.000 US-Verbrauchern durch, die im Laufe des letzten Jahres einen Online-Einkauf getätigt hatten und die Begriffe „Virtual Reality“ und „Augmented Reality“ kannten.

AR und VR besonders bei Möbeln gern gesehen

Verschiedene Trends konnten unter den Verbrauchern ausgemacht werden: Zum einen implizierte die Kenntnis dieser Technologien nicht automatisch ihre praktische Anwendung. Zwar wussten alle Befragten über Augmented und Virtual Reality Bescheid, 66 Prozent von ihnen hatten sie aber noch nie genutzt. Dennoch: Trotz der relativ geringen Anwendungsquote waren sich die Verbraucher der Vorteile von 3D-Technologien bewusst und standen einer Einführung von AR und VR im Einzelhandel positiv gegenüber.

Fast 50 Prozent der Befragten gaben an, sie würden beim Online-Shoppen das interaktive 3D-Modell eines Produkts hilfreicher finden als Bilder. Dies gilt vor allem für große Möbel und Dekogegenstände. Hier halten 38,3 Prozent den Einsatz von AR und VR für nützlich. Auf die Frage, warum sie solche Waren nicht online kaufen, antworteten 47,6 Prozent der Studienteilnehmer, dass sie die Gegenstände persönlich sehen möchten. 27,7 Prozent konnten auf dem Foto nicht die Qualität des Produkts erkennen, und 13,4 Prozent waren sich nicht sicher, ob der Artikel in ihre Wohnung passt.

In fünf Jahren etabliert

Auf die Frage, innerhalb welchen Zeitraums der Einsatz von AR und VR im Online-Shopping ihrer Meinung nach normal sein würde, gaben 25,7 Prozent der Befragten ein Jahr und 43 Prozent fünf Jahre an. Zudem glauben 18 Prozent der Verbraucher, dass sich der Einsatz dieser Technologien im stationären Geschäft innerhalb des nächsten Jahres etablieren wird. 32,3 Prozent sind der Meinung, dass dies innerhalb der nächsten fünf Jahre geschehen werde.

„Obwohl die 3D-Technologie im Einzelhandel noch in den Kinderschuhen steckt, rechnen die Kunden kurzfristig mit ihrem Einsatz“, so Artyom Yukhin, President und CEO von Artec 3D. „Deshalb wird die Wahl der richtigen 3D-Scan-Technologie für die Händler entscheidend sein, denn sie werden eine Bibliothek von 3D-Modellen für ihre AR- und VR-Umgebungen aufbauen müssen. Die gewählten Lösungen müssen in der Lage sein, Objekte verschiedenster Größe zu scannen – kleine Artikel, die nur eine Handbreit groß sind, ebenso wie umfangreiche Möbelstücke. Und das sehr präzise, mit hoher Auflösung und in Farbe.“

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Ressort: Location Based Services , Studie
Maximilian Feigl

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