13.09.2016 - 13:20

Smartphone und Mobile Internet bestimmen das Käuferverhalten

Digitale Endgeräte bestimmen das Handeln der deutschen Online-Käufer. Smartphones gelten dabei mit Abstand als das am häufigsten genutzte Endgerät. Die Verbraucher nutzen darüber das Mobile Internet nahezu konstant.

Dies bestätigt die Full-Service-Digitalagentur DigitasLBi anhand der Studie „Connected Commerce 2016“, die zum fünften Mal in Folge das Einkaufsverhalten der Verbraucher in 15 Ländern repräsentativ untersucht hat. Der internationale Vergleich zeigt, dass die Nutzungsintensität der digitalen Endgeräte durch deutsche Online-Käufer noch unter dem internationalen Durchschnitt liegt.

„Unter den deutschen Online-Käufern ist das Smartphone am stärksten verbreitet. Über genau diese Endgeräte gehen die meisten der Befragten täglich ins Mobile Internet. Der Online-Handel kann davon immens profitieren, wenn sämtliche Shoppingseiten für mobile Endgeräte optimiert sind. Ein auf Smartphones einfach bedienbarer und benutzerfreundlicher Online-Shop verhilft zu weniger Kaufabbrüchen, höheren Warenkörben und zufriedenen Kunden“, sagt Anke Herbener, CEO von DigitasLBi in Deutschland und der Schweiz.

Digitale Endgeräte bestimmen das Handeln

Smartphones gelten unter den befragten Studienteilnehmern als das Endgerät mit der höchsten Verbreitung (93 Prozent). Die generelle Smartphone-Nutzung hat sich von 2015 zu 2016 somit bei den Internetnutzern um sieben Prozent erhöht. Bei den befragten Verbrauchern kommen immer häufiger Tablets zum Einsatz (61 Prozent) und jeder Zweite besitzt mindestens einen Smart-TV im Haushalt (56 Prozent). In beiden Fällen entspricht dies einem Wachstumswert von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wearables wie die Apple Watch oder vergleichbare digitale Endgeräte besitzen 18 Prozent der Befragten. Der hohe Wachstumswert von 64 Prozent gegenüber 2015 liege an der Markteinführung der neuen Produkte, so die Studienautoren. Bei klassischen Endgeräten können Laptops mit einer Verbreitung von 87 Prozent ein Wachstum um 21 Prozent verzeichnen. Hingegen stehen stationäre Desktop-Computer nur noch bei 69 Prozent der Konsumenten im Haushalt. Im Gegensatz zu allen anderen untersuchten digitalen Endgeräten weist die Verbreitung von Desktop-Computern den einzigen Rückgang um ein Prozent vor.

„Die Deutschen liegen bei der Nutzung dieser Endgeräte grundsätzlich unter dem internationalen Durchschnitt. Jedoch darf ein solches Ergebnis nicht als Problem verstanden werden. Digitaler Fortschritt bedeutet, dass auf bestimmte Endgeräte verzichtet werden kann. Während Smartphones, Tablets und Smart-TVs hohe Wachstumswerte vorweisen, darf die geringere Verwendung von stationäre Desktop-PCs und Laptops positiv betrachtet werden. Schließlich dienen diese Endgeräte heute kaum noch als Auszeichnung für die digitale Fitness der Verbraucher. Für Online-Händler ein klares Signal: Mobile Internet ist Trumpf“, kommentiert Herbener die Ergebnisse aus dem internationalen Vergleich.

Für diese Schlussfolgerungen verglich DigitasLBi in der Studie „Connected Commerce 2016“ das Einkaufsverhalten der Online-Käufer in den 15 Kernmärkten Australien, Belgien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Indien, Italien, Niederlande, Singapur, Spanien, Schweden und USA. Der Unterschied bei Desktops (DE: 69 Prozent; International: 75 Prozent) zeige, dass die Online-Käufer hierzulande sich zunehmend von stationären Internetzugängen über Desktop-Computer verabschieden. Hingegen zeige die geringe Verbreitung von Tablets (DE: 61 Prozent; International: 73 Prozent), dass die befragten Deutschen weniger Bedarf haben, dieses meist als mobiles Zweitgerät genutzte Tablet zu besitzen.

Smartphones das mit Abstand am häufigsten genutzte Endgerät

Die deutschen Internetnutzer verwenden ihre Smartphones deutlich häufiger als andere digitale Endgeräte. 83 Prozent der Befragten geben an, täglich ihr Smartphone zu verwenden. Weitere acht Prozent nutzen es mindestens wöchentlich. Laptops kommen nur in 58 Prozent der Fälle täglich zum Einsatz, in 20 Prozent mindestens wöchentlich. Der klassische Desktop-Computer wird von 44 Prozent täglich und von 20 Prozent wöchentlich verwendet. Tablets werden nur von 33 Prozent der Online-Käufer täglich und zu 21 Prozent wöchentlich gebraucht. Die Studienteilnehmer nutzen Tablets meist nicht über das Mobile Internet, sondern nutzen ein WLAN als Zugangspunkt.

Konstante Nutzung des Mobile Internet

Die DigitasLBi-Studie bestätigt, dass die befragten Verbraucher hinsichtlich der Häufigkeit der Nutzung des Mobile Internets ihren Gewohnheiten treu bleiben. Im Vergleich zu 2015 hat sich die tägliche Nutzung des Mobile Internets unter den Besitzern eines Smartphone um ein Prozentpunkt auf 64 Prozent erhöht. In fünf Prozent der Fälle waren die Online-Käufer mindestens einmal pro Monat über das Mobile Internet online. Jedoch spielt für elf Prozent das Mobile Internet über ihr Smartphone trotz zahlreicher Datenflatrate-Angebote der Mobilfunkprovider ein untergeordnetes Thema.

Mobile Internet bei jungen Online-Käufern hoch im Kurs

Mit 75 Prozent kommt das Mobile Internet am häufigsten bei den 18- bis 34-Jährigen vor. Die Durchdringung des Smartphones und somit der Anbindung über das Mobile Internet ist signifikant höher ausgeprägt als in anderen Altersgruppen. In 15 Prozent der Fälle nutzen sie mindestens wöchentlich diesen Zugangsweg zum Internet. Zusammen ergibt dies eine regelmäßige Nutzung des Mobile Internets bei 90 Prozent der jüngeren Altersgruppe. Die 35- bis 44-Jährigen gehen in 62 Prozent der Fälle täglich und zu 26 Prozent mindestens wöchentlich online. Die Nutzung des Mobile Internets ist bei den 45- bis 64-Jährigen mit 55 Prozent täglicher und 23 Prozent wöchentlicher Verwendung vergleichsweise gut ausgeprägt. Bei der Verteilung nach Geschlecht zeigen sich nur geringe Unterschiede bei der täglichen Nutzung. Grundsätzlich verwenden Männer und Frauen gleichermaßen (84 Prozent) das Mobile Internet mindestens einmal pro Woche. Während bei der täglichen Nutzung jedoch nur 60 Prozent der Männer das Mobile Internet am Smartphone verwenden, zeigen Frauen mit 67 Prozent eine deutlich höhere Nutzungsintensität auf.

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Ressort: Commerce, Studie
Maximilian Feigl

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