06.02.2018 - 11:38

Shell testet Tankstelle ohne Kasse

Wohl mit Blick auf Amazon Go versucht sich nun auch Shell am kassenlosen Checkout. Zu diesem Zweck wurde ein Tankstellen-Shop in London mit Technologie von IBM umgerüstet. Die Partner setzen dabei auf die RFID-Technologie.

Für sechs Wochen testeten Shell und IBM in London den klassenlosen Checkout, gut 140 Kunden beteiligten sich an dem Versuch. IBM unterlegt den Erfolg des Tests mit Zahlen: So sei der Checkout-Prozess etwa bei zehn Produkten gut 15-Mal so schnell wie an einem Self-Checkout und sieben Mal schneller als ein Kassierer.

Die Bezahlung läuft via Bluetooth. Dabei wird ein einzigartiger Code an die App an das Smartphone des Nutzers gesendet, der über eine Cloud-Plattform abgeglichen und weitergeleitet wird. Wenn die Zahlungsdetails übereinstimmen, erhalten Kunden ihre Quittung in der App. Dabei sollen keine Detail-Informationen über die Kunden oder deren Zahlungsdetails an den Laden übertragen werden.

Bezahlung gekoppelt mit Analyse

An den Produkten setzte IBM „Universal Tags“ ein, die die RFID-Technologie nutzen. Diese Tags bringen zudem noch weiter Vorteile mit sich, so IBM: Durch die Ausstattung der Regale mit RFID-Antennen ist es möglich, die Bestände in einem Geschäft in Echtzeit zu überwachen. Und da die Kunden die App zum Bezahlen nutzen, erhalten die Händler auch anonymisierte Daten, um zu erfahren, was die Kunden wann kaufen.

Die Plattform nutzt auch IBM-Daten zu Wetter, lokale Ereignisse und Trends. So sollen die Einzelhändler mit Unterstützung von Künstlicher Intelligence neue Erkenntnisse erhalten, die ihnen etwa dabei helfen sollen, ihre Bestände besser zu planen. Dies helfe Abfall zu vermeiden und die Rentabilität des Ladens zu erhöhen.

„Das Ziel von Instant Checkout und Connected Store nach deren vollständiger Umsetzung ist nicht nur die Veränderung der Art Weise, wie wir als Kunden einkaufen „ erklärt Lindsay Herbert, Inventor und Digital Transformation Leader bei IBM iX in einem Opens external link in new windowBlogeintrag. „Auch die Art und Weise wie wir uns als Menschen verhalten und konsumieren wird verändert.“

Tests bei MediaMarktSaturn

Erst kürzlich hatte Opens external link in new windowMediaMarktSaturn bekannt gegeben, im österreichischen Innsbruck einen kassenlosen Laden zu erproben. Der Elektronikhändler setzt dabei auf die mobile Self-Channing-Lösung des britischen Unternehmen MishiPay. 

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Ressort: Location Based Services , Commerce
Maximilian Feigl

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