10.10.2016 - 12:07

Osram verbindet Beacons-Installationen mit Lichtsystemen

Bluetooth-Low-Energy Beacons werden inzwischen in allen möglichen Bereichen eingesetzt, doch kurze Batterielaufzeiten und die Platzierung machen Probleme. Osram ist diese mit seinem Produktportfolio „Einstone“ nun angegangen.

Wollen Unternehmen die Vorteile von Beacons für sich nutzen, müssen sie zumindest wenige, wenn sie einzelne Punkte markieren möchten, oder gar ein ganzes Netz der Leuchtfeuer installieren, wenn sie Indoor-Navigation anbieten wollen. Doch Beacons bringen bestimmte Probleme mit sich: denn die meisten von ihnen laufen mit Batterien, die irgendwann leer sind und ausgetauscht werden müssen. Erhöht der Betreiber die Sendeleistung oder die Frequenz der Signale, geschieht dies sogar noch schneller. Zwar gibt es auch Modelle, die auf einen Stromanschluss setzen, doch diese flächendeckend zu platzieren ist ebenfalls eine Herausforderung, denn oft fehlen die Steckdosen an den passenden Orten.

Eine Lösung für diese Probleme hat nun Osram präsentiert. Mit „Einstone“ verbindet das Unternehmen Beacons mit dem Lichtsystem. Auf diese Weise erhalten die Bluetooth-Sender eine ständige Stromversorgung und sind gemeinsam mit der Leuchte direkt und ohne Mehraufwand installiert – schließlich sind Stromzuleitungen für das Lichtsystem schon vorhanden. Damit sind sie zudem auch gut versteckt und stören das Bild in einem Geschäft oder einem Museum nicht mehr. Im Bereich Security und Privacy bietet Osram hier die Möglichkeit, auf Verschlüsselungstechnologie zurückzugreifen, was sowohl die Daten der Verbraucher schützt als auch einem Missbrauch der Beacons durch Dritte vorbeugt.

Vorteile durch LEDTechnologie

Da Osram hier auf die LED Technologie setzt ergeben sich unabhängig von dem Beacon-Einsatz weitere Vorteile für den Unternehmer: so verbrauchen LED-Leuchten im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln zum Teil deutlich weniger Energie bei gleichzeitig längerer Lebensdauer. So hat zum Beispiel eine Untersuchung des TEC-Institut für Technische Innovationen GmbH & Co. KG die LED- und Leuchtstoffröhren miteinander verglichen. Dabei zeigte sich, dass herkömmliche Leuchtstoffröhren nicht nur bei der Lichtleistung auf Dauer nachlassen sowie nach durchschnittlich 30.000 Schaltzyklen (ein Schaltzyklus dauerte 4 Minuten, davon waren die Röhren 2 Minuten ein- und 2 Minuten ausgeschaltet) ausfielen. Die LED-Leuchten hingegen ließen kaum in ihrer Lichtleistung nach und zeigten auch bei knapp 100.000 Schaltzyklen keine Ausfälle.

Einsatzgebiete

„Die Osram Einstone Technik ist grundsätzlich in der Breite einsetzbar“, erklärt Dr. Christoph Peitz, Director Smart Positioning Solutions bei Osram. „Überall dort, wo Lichttechnik gebraucht wird. Wir haben auch eine entsprechende Nachfrage im gesamten Markt. Zweifelsohne sticht dabei der Retail-Bereich hervor: Kundenbindung und hoher Kostendruck sind einige Gründe dazu. Die Kombination aus Kosteneinsparungen durch unsere LED-Technik mit dem einfachen und strukturierten Rollout von robusterer Beacon-Technologie löst die bisherigen Probleme.“

Die Beacons lassen sich zum Beispiel dafür einsetzen, einem Kunden Nachrichten auf sein Smartphone zu schicken oder Websites automatisch zu öffnen. Sie können dem User dabei helfen sich an Flughäfen oder in Tiefgaragen zu orientieren oder ihn in Museen und Ausstellungen mit weiterführenden Informationen versorgen. Zudem lassen sich neue Daten zum Verhalten von Besuchern und Kunden erheben.

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Ressort: Location Based Services , Geräte
Maximilian Feigl

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