22.11.2016 - 11:52

Mobilitätsmodelle in der ortsbasierten Werbung

Wer weiß, wann sich seine Kunden wo, wie und warum bewegen, kann ihnen gezielt Angebote schicken. Doch was, wenn der Kunde dem Tracking nicht zustimmt? Hier können Mobilitätsmodelle wie das von microm weiterhelfen.

Auf dem Weg in die Arbeit? Hier gibt es den besten Kaffee der Stadt. Auf dem Weg ins Kino? Wie wäre es mit einem Freigetränk? Unterwegs zum Einkaufen? Hier ein paar neue Produkte, die es zu probieren gilt. Wenn die Kunden aber einem Tracking nicht zustimmen, wird es schwer,. Sie zu erreichen. Mobilitätsmodelle geben das Leben in einer Stadt detailliert wieder ohne die Anonymität der Kunden zu beeinträchtigen. So können sie auch ohne Opt-In erreicht werden.

Denn die Bewegung von Individuen findet in Aktionsräumen statt, innerhalb derer die alltäglichen Aktivitäten (die sogenannten Wegezwecke), wie etwa Arbeits- und Versorgungsaktivitäten verrichtet werden. Prinzipiell bedeutet dies nichts weiter als dass sich Schüler morgens zur Schule bewegen und Berufstätige sich auf den Weg zur Arbeit machen. So werden komplexe Bewegungsmuster verständlich und Anwender erfahren, wohin sich Passanten wann und von welchem Ort aus bewegen, welche Wege Zielgruppen durch die Stadt nehmen oder auch welche Aktivitäten Verbraucher zu bestimmten Zeiten an bestimmte Orte führen.

Mobilitätsmodelle

Die dadurch entstehenden Mobilitätsmodelle können auf unterschiedlichste Weisen zum Einsatz kommen. In Zusammenarbeit mit einer bekannten großen Fastfood-Kette zeigt Opens external link in new windowmicrom zum Beispiel, wie das Modell dazu genutzt werden kann, um den idealen Standort für ein Restaurant der Kette zu finden. Nach der Definition der Zielgruppe – in diesem Fall die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren – zeigt eine Heatmap die Wege der Zielgruppe und weist deren Bewegungsschwerpunkte aus. Hieraus wird nun ersichtlich, an welchen Stellen neue Restaurants am besten platziert werden und an welchen Orten sie abseits der üblichen Wege der Bevölkerung liegen.

Aber auch in der Mediaplanung sind Mobilitätsmodelle von Nutzen. Denn sie können zeigen, wann und wo Werbeeinblendungen zielgruppengerecht platziert werden können, ohne dabei hohe Streuverluste zu verzeichnen. Im Falle einer digitalen Werbetafel wurden zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Zielgruppen angesprochen: am frühen Morgen Schüler und Studenten auf dem Weg zur Schule oder in die Uni, später am Vormittag dann Senioren auf dem Weg zum Einkaufen. Das Mobilitätsmodell zeigte in diesem Fall dass beide Zielgruppen an den ausgewählten Orten vorbei kommen, allerdings zu unterschiedlichen Zeiten. So konnten die Kampagnen ideal geplant werden.

Einsatz von Sinus-Milieus

Basis des Mobilitätsmodells von microm sind die von Senozon ermittelten Frequenzdaten, differenziert nach Verkehrsmitteln. Sie werden mit Wegezwecken und Uhrzeiten erweitert und durch die Verknüpfung mit Zielgruppenmodellen wie den Sinus Milieus und der b4p (best for planning) sowie soziodemografischen Variablen optimiert. „Unsere spezifischen Markt- und Geodaten in Kombination mit dem Know-How im Bereich Mobile Marketing von mobalo ermöglichen Unternehmen eine zielgerichtete und treffsichere Kundenansprache“, erklärt Rolf Küppers, Geschäftsführer von microm. Zudem arbeitet das Unternehmen mit mobalo zusammen: gemeinsam realisieren die beiden Firmen treffsichere Geo-Marketingkampagnen für mobile Endgeräte.

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Ressort: Location Based Services , Marketing
Maximilian Feigl

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