11.12.2018 - 12:34

Mastercard präsentiert virtuellen Laden

Im Streben um weitere Marktanteile haben inzwischen viele Onlinehändler damit begonnen, sich an der stationären Konkurrenz zu orientieren. Meistens ist ein eigener physischer Laden die Folge. Mastercard eröffnet diesen lieber virtuell.

Einer der großen Vorteile des stationären Handels im Vergleich mit Onlineshopping ist das Einkaufserlebnis: Anstatt vor einem Bildschirm zu sitzen und durch Listen zu scrollen, können die Kunden Produkte im Geschäft entdecken, fühlen und ausprobieren. Dieses Erlebnis will nun Mastercard zusammen mit dem Technologieunternehmen Next Retail Concepts auch Onlineshoppern ermöglichen.

Hierzu erschufen die Partner einen virtuellen Laden, durch den sich die Kunden online bewegen können. Auch die Bezahlung wird in dieser virtuellen Welt abgewickelt. Der Kunde navigiert dabei durch den Laden, indem er auf gekennzeichnete Punkte auf dem Boden klickt – ähnlich wie bei Google Street View. Auch die einzelnen Produkte kann er sich per Mausklick genauer ansehen. Erster Nutzer der Technologie wird der Modehändler Fred Segal. Dieser betreibt in den USA drei stationäre Geschäfte und will mit der neuen Lösung Kunden ansprechen, die zu weit von diesen entfernt leben.

Altes Konzept neu aufgewärmt

Mastercard und Next Retail Concepts sind bei weitem nicht die ersten, die sich am sogenannten „Virtual Store“ versuchen. In den letzten Jahren gab es bereits einige Händler, die das Konzept testeten, bisher jedoch ohne allzu großen Erfolg. Auch in Deutschland gab es schon diverse Versuche, etwa vom Nürnberger Möbelhändler Cairo. Auch hier können sich die Kunden wie bei Google Street View durch die Läden von Cairo bewegen, dabei handelt es sich um virtuelle Abbilder vorhandener Geschäfte.

Andere Unternehmen versuchen es hingegen ausschließlich mit Virtual Reality. So hat zum Beispiel Saturn mit dem Projekt „Virtual Saturn“ 2017 Virtual Reality-Shopping getestet. Ein Jahr zuvor gönnte sich bereits kaufDA eine ähnliche Lösung. Da beide jedoch auf Virtual Reality-Brillen wie die Oculus Rift angewiesen sind, hielt sich der Nutzerkreis von Anfang an in Grenzen. Dass der „Virtual Store“ in Zukunft eine größere Rolle spielen wird, ist bisher nicht zu erkennen.

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Ressort: Commerce, Firmennews
Maximilian Feigl

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