09.02.2016 - 13:47

LOCA Conference verbindet Online- und Offline-Welten

Am 2. und 3. Februar diskutierten Experten aus aller Welt die Zukunft von Location-Konzepten in München. Über 450 Gäste trafen auf rund 75 internationale Referenten. Einige Highlights der zweiten LOCA Conference.
Die Teilnehmer des Eröffnungspanels (von links nach rechts): Moderatorin Andrea Kurtz (Business Handel), Sten-Ove Tullberg (PricewaterhouseCoopers), Prof. Dr. Michael Feindt (Blue Yonder), Martin Wild (Media-Saturn-Holding) und Carsten Szameitat (Location Based Marketing Association).

Die LOCA Conference wurde am 2. Februar von Carsten Szameitat eröffnet, dem Director DACH der Location Based Marketing Association. Seine widmete Keynote sich dem Thema "How Technology & Analytics Drive the Location Market". Im Anschluss diskutierten er und Martin Wild, Chief Digital Officer der Media-Saturn-Holding GmbH, Sten-Ove Tullberg, Digital Strategy Consulting von PricewaterhouseCoopers, und Prof. Dr. Michael Feindt, Founder von Blue Yonder ihre Thesen.

Dabei hob sich besonders Tullberg von den anderen Panelteilnehmern – und auch dem Rest der Konferenz – ab. Denn während hier die These vertreten wurde, dass mit Location-Technologien die Offline- mit der Online-Welt verbunden werden kann, argumentierte Tullberg, dass es gar keine Offline-Welt mehr gebe. Mit Verweis auf die inzwischen sehr hohe Smartphone-Penetration in der Bevölkerung erklärte er, dass Konsumenten immer online seien womit eine Offline-Welt gar nicht mehr existiere. Hier hatte er besonders die Vereinigten Staaten vor Augen, wo er lange Zeit für PricewaterhouseCoopers tätig war, bevor er einen Posten in Europa übernahm.

Der Wandel der Offline-Welt

Eine ähnliche, wenn auch weniger drastische Sichtweise, vertrat Oliver Bohl, Director Digital Business Development bei der PAYBACK GmbH. Unter anderem in dem Panel zu Location und Loyalty, das von ihm moderiert wurde, machte er deutlich, dass sich Online- und Offline-Welten immer stärker miteinander verzahnen. Letzten Endes gebe es keine zwei Welten mehr, die sich voneinander unterschieden lassen.

Damit Location-based Services aber auch so funktionieren, wie sich die Industrie das vorstellt, stellte Bohl klar: der Nutzer muss im Mittelpunkt stehen. Denn dieser erwarte durch die Nutzung der Dienste nicht einfach nur relevante Angebote, sondern einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zur Nicht-Nutzung. Dabei müsse besonders berücksichtigt werden, dass die Nutzer mit unterschiedlicher Technologie ausgestattet sind.

Den Angestellten im Blick

Für Maurice Van Rijn, President of ScanSource POS and Barcode in Europe, stand wiederum ein anderes Thema im Vordergrund. Er machte darauf Aufmerksam, dass durch den Fokus Vieler auf den Verbraucher die Angestellten in den stationären Läden vergessen würden. Was ihn und sein Unternehmen daher beschäftige ist die Frage, wie man dem Angestellten helfen könne, den „targeted Customer“ zu bedienen. Zur Lösung zählte Van Rijn unter anderem spezielle Technologien, die den Angestellten unterstützen, wie etwa Smart Badges, mobile Computer oder Mobile POS Systeme.

Daneben wurden auf der LOCA Conference noch weitere Themen intensiv diskutiert. So erfuhren die Besucher Neues über den Einsatz von Location-Technologien in der Warenwirtschaft sowie über digitale Bezahllösungen. Zudem widmeten sich Panels den Themen Dynamic Pricing, Storeconcepts und Datenmanagement & Trustbuilding.

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Ressort: Location Based Services , Topnews
Maximilian Feigl

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