07.08.2017 - 17:17

Jeder dritte Deutsche kauft auch mal mobil ein

Dass sich das Konsumverhalten der Deutschen immer mehr an ihrem Smartphone orientiert ist zwar bekannt – diese Einschätzung mit Zahlen zu untermauern schadet aber nie. Eine aktuelle Studie legt diese nun vor.

Mehr als jeder dritte Deutsche (35 Prozent) kauft auch mal über ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Tablet ein. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Cashback-Anbieters Shoop.de. Vor allem die 18 bis 29-Jährigen, sowie die 30 bis 39-jährigen gehen gerne auf mobilen Einkaufsbummel. Von ihnen shoppen 55 Prozent mobil. 56 Prozent der Deutschen kaufen mindestens einmal im Monat über eine mobile App ein, mehr als ein Viertel (26 Prozent) shoppen zwischen zwei und fünfmal monatlich mobil über einen Browser. Die wenigsten (zwischen vier und acht Prozent) kaufen dagegen ausschließlich über ein mobiles Endgerät ein.

Diejenigen, die eigentlich häufiger offline in Geschäften einkaufen, sind dabei die, die vermehrt über Smartphone und Tablet shoppen. So tätigen zwei Drittel von ihnen (66 Prozent) mindestens einmal im Monat einen Einkauf über eine App oder den Browser auf dem Smartphone (53 Prozent bei den Online-Shoppern) und 67 Prozent mindestens einmal im Monat über eine App oder den Browser auf dem Tablet (51 Prozent bei den Online-Shoppern).

Was landet im mobilen Einkaufskorb?

Ganz vorne findet sich da Mode und Bekleidung. Die wird von mehr als vier von fünf Deutschen (82 Prozent) über Smartphone oder Tablett gekauft. Gerade die jüngere Generation wird dabei ihrer nachgesagten Kaufkraft auch auf mobilen Endgeräten gerecht: Neun von zehn der 18 bis 29-jährigen (90 Prozent) und die 87 Prozent der 30 bis 39-jährigen beziehen ihre Klamotten auf mobilem Weg. Aber auch Unterhaltungsmedien wie DVDs und Blu-rays gehen bei knapp drei von vier Deutschen (74 Prozent) über den mobilen Ladentisch. Auch in diesem Produktsegment sind die jüngeren Zielgruppen besonders mobile-affin: 77 Prozent der 18 bis 29-jährigen und vier von fünf der 30 bis 39-jährigen kaufen ihre Unterhaltungsmedien über ein mobiles Endgerät. Nur beim Kauf von Büchern wird die jüngste Altersgruppe übertroffen: Der Lesestoff landet gerne bei den 30 bis 49-jährigen (78 Prozent) und den 50 bis 59-jährigen (75 Prozent) im mobilen Einkaufswagen. Bei den 18 bis 29-jährigen sind es 73 Prozent.

„Mobile Shopping ist in Deutschland angekommen und für viele deutsche Verbraucher wie selbstverständlich bereits ein weiterer Bezugskanal für Waren aller Art geworden. Für den Handel ist es durchaus sinnvoll, sein mobiles Angebot weiter auszubauen. Unsere Umfrage zeigt, dass Shoppen über mobile Endgeräte von Jung und Alt angenommen wird. Nur die Produkte unterscheiden sich entsprechend der Interessen der einzelnen Altersgruppen“, sagt Veit Mürz, Geschäftsführer von Shoop.de.

Shopping nach Zielgruppen

Die Zielgruppe der 18 bis 29-jährigen kauft vermehrt Bekleidung (80 Prozent), Schmuck und Accessoires (86 Prozent) und Unterhaltungsmedien und Elektronik (jeweils 77 Prozent) mobil ein. Ähnlich sieht es bei der Altersgruppe der 30 bis 39-jährigen aus (Bekleidung: 87 Prozent, Schmuck und Accessoires: 83 Prozent, Unterhaltungsmedien: 80 Prozent, Elektronik: 76 Prozent). „Trotzdem sollte sich der Handel nicht nur auf diese Altersgruppen beschränken. Auch die älteren Zielgruppen haben das mobile Shopping für sich entdeckt und nutzen es“, so Veit Mürz weiter.

Laut der Umfrage kaufen 37 Prozent der 40 bis 49-jährigen monatlich über ein mobiles Endgerät ein. Bei den 50 bis 59-jährigen sind es 24 Prozent, die regelmäßig mobil einkaufen, bei den 60 bis 69-jährigen immerhin noch 15 Prozent und bei den über 70-jährigen acht Prozent. Der Fokus bei diesen Altersgruppen liegt allerdings auf anderen Produktkategorien. So kaufen 56 Prozent der 60 bis 69-jährigen Theater- und Konzertkarten mobil. Wobei 59 Prozent dieser Altersgruppe auch ihre Bekleidung über das Smartphone und Tablet ersteht.

Ranking der Produkte, die über ein mobiles Endgerät gekauft werden (gesamt)

  1. Mode und Bekleidung (82%)
  2. DVDs, CDs Blu-rays (74%)
  3. Bücher (74%)
  4. Elektronik (73%)
  5. Theater- und Konzertkarten (66%)
  6. Beauty-Artikel (61%)
  7. Reisen (60%)
  8. Computer (60%)
  9. Schmuck und Accessoires (58%)
  10. Spielzeug (56%)
  11. Heimwerken und Garten (55%)
  12. Medikamente (55%)
  13. Büromaterial (55%)
  14. Möbel (52%)
  15. Tiernahrung (43%)
  16. Lebensmittel (36%)

 

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Ressort: Commerce, Studie
Maximilian Feigl

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