21.11.2016 - 16:54

Intelligente POS-Systeme: Die Grundlage für den Erlebnisladen

Mit gutem Service und einem überzeugenden Einkaufserlebnis müssen stationäre Läden eine Kundschaft überzeugen, die sich im Geschäft per Smartphone über Produkte und Preise informiert. Die Technologie spielt dabei eine große Rolle.
Ein Dixons Ladenlokal: Innovatives Storekonzept lässt Grenzen zwischen Online- und Offlineeinkauf verschwinden. Dixons ist Teil der BAS-Gruppe, der größte Elektronik-Einzelhändler und E-Tailer in den Niederlanden. Mit seinen zwei Einzelhandelsmarken Dixons und MyCom betreibt er insgesamt 210 Filialen mit rund 1.300 Mitarbeitern. Sie nutzen die Epson TM-Intelligent Technologie.

Auch wenn sich der Online-Markt auf den klassischen Einzelhandel auswirkt, gibt es das Bedürfnis der Kunden nach positiven persönlichen Interaktionen im Laden oder Lokal um die Ecke. So finden ein Großteil der Käufe in einem Laden selbst statt, da Kunden das soziale Erlebnis beim Besuch eines Geschäftes schätzen. Fast die Hälfte der Kunden gibt zudem an, dass ein gut integriertes, kanalübergreifendes Einkaufserlebnis großen Einfluss auf ihr Kaufverhalten hat. Aber es bedarf neuer Ideen und Lösungen, um die Kunden auch weiterhin bei der Stange zu halten.

Hilfiger-Läden setzen auf Virtal Reality

Die Ideen sind dabei teilweise recht einfach, aber effektiv: in ausgewählten Tommy Hilfiger-Filialen in New York schauen sich Kunden die Kleider mittels Virtual Reality so an, als ob sie bei einer Modenschau dabei wären. Kunden der Londoner Flaggschiff-Filiale des Möbelhändlers DFS dürfen sich via Tablets zeigen lassen, wie die Produkte in ihrer Wohnung aussehen.

Deutlich mehr Aufwand betreibt das US-amerikanische Traditionskaufhaus Macy’s mit seinem fast 5.000 Quadratmeter großen Millennial Floor, der das jüngere Publikum zurückgewinnen soll. Hier lassen sich Nutzer unter anderem elektronisch bei der Wahl des richtigen Fitbit-Fitnesstrackers beraten, fertigen individuellen Schmuck und Handyhüllen im 3D-Drucker an, laden Smartphones und Tablets, knipsen Selfies, erwerben Produkte aus dem exklusiven Onlineshop Etsy, gestalten einzigartige Jeans mit einem Laser und genießen das Essen verschiedener Food Trucks.

Um solche oder ähnliche Angebote auch in Deutschland umzusetzen, benötigt der Handel innovative Ideen und flexible POS-Systeme, die sich schnell an neue Bedingungen anpassen lassen. Hier ragen vor allem webbasierte Lösungen heraus, die alle wichtigen Daten zentral bündeln. Mitarbeiter können dann auf jedem internetfähigen Gerät die notwendigen Informationen einsehen und bearbeiten – und sich so beispielsweise über das Tablet bei Beratungsgesprächen mit Kunden unterstützen lassen. Zudem wird es deutlich einfacher, On- und Offline-Daten zusammenzuführen, wenn beispielsweise im Internet bestellte Waren im Laden abgeholt werden sollen. Da nur noch wenige spezialisierte Geräte benötigt werden, sinken die Anschaffungs- und die Wartungskosten stark, gleichzeitig steigt der Überblick über komplexe und miteinander verknüpfte Variablen wie Markenreichweite oder Kundenverhalten.

Flexible und innovative POS-Ideen

Zusätzliche Unterstützung kann die im Laden bereits vorhandene Technologie bieten, indem sie als Grundlage für neue Anwendungen und Services dient. Gepaart mit der passenden Software werden selbst Drucker zu intelligenten Hubs. So hat Epson mehrere Modelle im Angebot, die autark von PCs arbeiten und sich mit allen gängigen Browsern ansteuern lassen. Die Bondrucker der Epson TM-Intelligent-Reihe ermöglichen den Druck der jeweils benötigten Bons, Tickets und Coupons von jedem internetfähigen Gerät und damit auch direkt von der Fläche aus. Über LAN oder WLAN steuern sie zudem kompatible externe Geräte wie Kassenladen oder weitere Drucker an, was gepaart mit der passenden Software viele interessante Anwendungsszenarien eröffnet.

Die Auswahl des richtigen Anbieters für webbasierte POS-Systeme ist derzeit nicht unbedingt leicht, zahlreiche Firmen versprechen jeweils den besten Service. Die Entscheidung sollte deshalb auf mehreren Faktoren basieren: Benutzerfreundlichkeit, Preisgestaltung, Kundenservice, Ausfallsicherheit, die Möglichkeit zu spezifischen Anpassungen und die Kompatibilität mit allen relevanten Bezahlmethoden stehen dabei ganz oben auf der Liste.

Das günstigste System nützt recht wenig, wenn die eigenen Mitarbeiter es nicht bedienen oder neue Features nicht implementiert werden können. Moderne Anwendungen verfügen daher immer über einen Offline-Modus. Solche Dienste werden normalerweise in einem Abomodell pro Monat und Register bezahlt. Dabei ist die notwendige Hardware teilweise bereits inkludiert, je nach Anbieter muss sie aber auch zusätzlich erworben werden. Ein lediglich einmal zu bezahlendes Komplettpaket hat gerade LocaFox zusammen mit Speed4Trade für kleinere Einzelhändler geschnürt: Diese erhalten nicht nur unbeschränkt Zugriff auf eine cloudbasierte POS-Software, sondern auch ein Android-Tablet von Huawei, einen Epson-Bondrucker, eine Kassenlade und einen Barcode-Scanner, die sich perfekt in das System einbinden. An solchen Umstellungen führt für den Handel wohl kein Weg vorbei.

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Ressort: Commerce, Location Based Services
Frank Keilacker

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