11.12.2018 - 11:25

GfK: Black Friday-Umsätze steigen in Europa weiter an

Rabattaktionen rund um den Black Friday erfreuen sich unter Europas Verbrauchern weiter steigender Beliebtheit. Nicht nur in Deutschland legten die Umsätze mit technischen Konsumgütern gegenüber dem Vorjahr deutlich zu.

In den fünf bevölkerungsstärksten Ländern Europas zeigten sich Unterschiede bei den Umsatzsteigerungen gegenüber der Black Friday-Woche des Vorjahres. Während der Umsatz in Italien sehr deutlich um 42 Prozent zulegte, erhöhte er sich in Deutschland um 15 Prozent und in Frankreich um 13 Prozent. In Spanien wuchsen die Umsätze um rund sieben Prozent. In Großbritannien war hingegen eine abgeflachte Entwicklung gegenüber dem Vorjahr zu beobachten.

Norbert Herzog, Konsumexperte bei GfK, erläutert: „Auch in Europa wird der Black Friday immer beliebter. In einigen Produktbereichen werden in der Rabattschlacht Ende November bereits höhere Umsätze als an den klassischen Einkaufstagen vor Weihnachten erzielt. Positiv für den Handel ist der Trend, dass die Verbraucher am Black Friday oft zu höherwertigen Produkten greifen. Die Preissenkungen werden gerne dazu genutzt, ein besser ausgestattetes Modell als sonst üblich zu kaufen.“

Der Onlinehandel profitiert in besonderem Maße vom Black Friday. In den fünf bevölkerungsstärksten europäischen Ländern entfielen rund 39 Prozent der Black-Friday-Umsätze mit technischen Konsumgütern auf Onlinehändler. Vergleicht man das mit den durchschnittlichen Umsätzen einer normalen Woche, nahmen Onlinehändler rund 167 Prozent mehr ein. Auf den stationären Handel entfielen rund 61 Prozent der Black Friday-Umsätze. Im Vergleich zu einer normalen Woche lag die Umsatzsteigerung im stationären Handel allerdings nur bei rund 94 Prozent.

Deutschland: Vergleichsweise geringes Black Friday-Umsatzvolumen

In der Black Friday-Woche erzielte der Handel im Bereich der technischen Konsumgüter einen Umsatz von rund 880 Millionen Euro in Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Zunahme um rund 15 Prozent beim Black Friday-Geschäft. Verglichen mit einer durchschnittlichen Woche lagen die Umsätze um 73 Prozent höher, was unter den bevölkerungsstärksten europäischen Ländern der niedrigste Wert ist.

Von den Black Friday-Umsätzen mit technischen Konsumgütern entfielen in diesem Jahr 59 Prozent auf den stationären und 41 Prozent auf den Online-Handel. Besonders profitieren kann damit also der Onlinehandel, der in normalen Wochen einen Umsatzanteil von durchschnittlich 33 Prozent erreicht.

Die höchsten Umsätze in Deutschland zeigten die Produktbereiche Smartphones, Notebooks, TV-Geräte, Desktop-Computer und Staubsauger. Vergleicht man die Verkäufe mit den Umsätzen in normalen Wochen, dann konnten Lautsprecher (+173 Prozent), Fernseher (+151 Prozent) und Geräte zur Lebensmittelzubereitung (+131 Prozent) die höchsten Steigerungsraten erzielen.

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Ressort: Commerce, Studie
Maximilian Feigl

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