14.02.2017 - 12:49

Favendo und Yoints wollen gemeinsam die Shopkick-Lücke füllen

Als sich Shopkick im Dezember aus Deutschland zurückzog, hielt sich die Trauer unter den Händlern in Grenzen. Die geschlagene Lücke ist jedoch in den Fokus mancher Firmen gerückt. Favendo und Yoints wollen sie gemeinsam füllen.

Als Reaktion auf den Rückzug von Shopkick sammelte Opens external link in new windowLocation Insider im Dezember stimmen aus dem Markt. Darunter fanden sich bedauernde Aussagen wie von Thalia oder Payback ebenso wie Stimmen, die dem der Sache wenig Relevanz bescheinigten oder den Ansatz von Shopkick sogar als Ganzes in Frage stellen.

Aus den Stimmen von damals heraus sticht nun Sarik Weber, geschäftsführender Gesellschafter bei Yoints. Er zeigte sich überzeugt, dass es „neben den klassischen Multihändler-Plattformen einen großen Markt und Bedarf für innovative Lösungen gibt“. Gemeinsam Favendo will Yoints nun in die Lücke stoßen, die der Rückzug von Shopkick in Deutschland hinterlässt. Dabei sie vor allem aus den Fehlern der Shopkick-Betreiber lernen.

Erfahrungen im Beacon-Management

Besonders wichtig ist hier die Erfahrung, die Favendo als Fullservice-Anbieter für Location-based Services im Retail-Bereich und im Mobile Marketing bereits gesammelt hat. Zu den Kunden von Favendo gehört zum Beispiel der Mall-Betreiber Hammerson plc, für den Favendo aktuell das zwanzigste große Einkaufscentrum in Frankreich, Irland und Großbritannien mit Beacon-Infrastruktur und Shopping App ausstattet. Favendo ist zudem Technologiepartner für den Roll-out von 50.000 Beacons an Out-of-Home-Werbeträgern von Ströer. Über die US-Firma Neptune Analytics, an der Favendo maßgeblich als Technologiepartner beteiligt ist, sammelt das Unternehmen Erfahrung im Einsatz von Location-based Services und Daten-Analyse für kleine und inhabergeführte Einzelhändler.

Yoints wiederum verfügt dank der gleichnamigen App bereits über eine große Nutzerbasis. Diese sammeln bereits durch den Besuch oder "Walk In" eines Geschäfts Prämien-Punkte. Daneben stehen dem User noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, seinen Punktestand zu erhöhen, unter anderem durch Produkt- oder Kassenbon-Scans im Geschäft. Die gesammelten Yoints-Bonuspunkte sind gegen hochwertige Prämien und Einkaufsgutscheine eintauschbar. Sie können aber auch an karitative Institutionen gespendet werden. Die Zahl der teilnehmenden Geschäfte liegt laut Unternehmensangaben bei 4.200. Bis Ende des Jahres soll die Anzahl der Geschäfte auf mindestens 8000 wachsen.

Die gesamte Customer-Journey abdecken

Zu den Plänen sagt Weber: „Dass wir mit Favendo den Marktführer für Location based Services davon überzeugen konnten, unsere Technologie gemeinsam im Retail-Bereich zu vermarkten, ist ein weiterer Meilenstein unserer erfolgreichen Unternehmensentwicklung. Yoints und Favendo bieten dem Einzelhandel eine starke mobile Marketing-Plattform, die den Handel in die Lage versetzt, die gesamte Customer Journey der Lead Generierung bis hin zur Conversion am Point of Sale abzudecken, zu analysieren und sein Angebot entsprechend zu optimieren.“

„Shopkick hat einiges richtig gemacht, aber auch deutliche Schwachstellen erkennen lassen. So wurde von früheren Kunden bemängelt, dass die Kernzielgruppe nicht erreicht wurde und nicht ausreichend messbare Conversion erzielt wurde“, erläutert Richard Lemke, CEO Favendo GmbH. „Kleine Händler, die in dem extremen Wettbewerb, in dem sie stehen, allein von einer soliden Datenbasis über ihre Kunden besonders stark profitieren würden, wurden gar nicht erst ins Programm aufgenommen.“

Mitbewerber um die Nachfolge

Den beiden Partnern gegenüber stehen die Pläne von Opens external link in new windowShoplink, ein Unternehmen, das hauptsächlich aus ehemaligen Mitarbeitern von Shopkick besteht. Auch sie wollen in die Fußstapfen von Shopkick treten und dabei vieles anders oder besser machen. „Wir hatten über 2 Jahre Zeit, die Bedürfnisse unserer Nutzer und Partner besser zu verstehen“ sagt dazu Dino Scheidt, ehemaliger Director Retail bei Shopkick und nun Geschäftsführer bei Shoplink. „Jetzt führen wir die Erfolgszeiten von Shopkick fort und wachsen mit neuen Technologien darüber hinaus. Einige Partner haben bereits zugesichert, wieder mit an Bord zu sein - es ist eine sehr spannende Zeit.”

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Ressort: Location Based Services , Marketing
Maximilian Feigl

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