11.07.2018 - 11:49

Europaweit grenzübergreifend mit dem Smartphone zahlen

Blue Code bietet ein europaweites, grenzübergreifendes Regelwerk für Zahlungen per Smartphone an. Nach der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe ist die Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich mit mehr als 940.000 Kunden beigetreten.

Blue Code funktioniert wie eine digitale Geldbörse mit Direktanbindung ans Girokonto. „Die Blue Code-App zeigt einen Strichcode am Handy-Display, der an der Händlerkasse einfach per Handscanner eingelesen wird – und fertig. Zahlungen im Inland und im Ausland werden wie gewohnt vom verknüpften Girokonto der Hausbank abgebucht“, erklärt Christian Pirkner, CEO der Blue Code International AG, den Bezahlvorgang. „Als optisches Bezahlverfahren bietet es dabei den großen Vorteil, dass Händler Blue Code schnell in ihre bestehenden Registrierkassen einbinden können und nicht in zusätzliche Bezahlterminals investieren müssen.“ Kunden von Raiffeisen OÖ können nicht nur ihre Raiffeisenkonten einbinden, sondern auch ihre Konten bei anderen österreichischen Banken.

Blue Code ist in Österreich bereits seit mehreren Jahren etabliert, laut eigenen Angaben ist man dort in den Registrierkassen von über 85 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels integriert, darunter bei den REWE-Marken Billa und Merkur sowie allen Märkte der Spar-Gruppe. Ende 2016 hat Bluecode mit ersten Kooperationen die Expansion nach Deutschland gestartet, mit dabei waren damals einige Sparkassen sowie der KONSUM Dresden und die gastronomischen Einrichtungen des Studentenwerks Frankfurt und des Studierendenwerks Siegen. 2017 wurde die Lösung auch auf dem Opens external link in new windowOktoberfest angeboten.

Entwicklung eines Payment Scheme

Der Anstoß für die weitere Internationalisierung lieferten die deutsche Sparkasse: “Sie haben gesagt, sie würden nur mitmachen, wenn es sich europaweit skalieren lässt. Es muss die Chance haben, ein europäisches Regelwerk zu werden”, erklärte Pirkner gegenüber Opens external link in new windowfuturezone.de. Daher habe man sich dafür entschieden, ein den Kreditkarten ähnliches Payment Scheme zu entwickeln, dem sich neue Partner einfach anschließen können. Zuvor mussten alle Partner miteinander Verträge schließen.

Mehrwerte

Neben dem Fokus auf Datenschutz hat Blue Code in den letzten Jahren ein Ökosystem um seinen mobilen Bezahldienst aufgebaut, das einen Mehrwert gegenüber Bargeld und Kartenzahlungen bieten soll. Die Smartphone-Zahlungslösung ist nicht nur universell in Geschäften mit Registrierkassen, an Automaten, in der Gastronomie, im Onlinehandel und bei In-App-Zahlungen einsetzbar, sondern lässt sich am Handy auch mit den digitalen Kundenkarten und Kundenbindungsprogrammen des Handels verknüpfen. So ist Blue Code beispielsweise mit den Sportsclub-Karten von Hervis verknüpft und in die Kundenkarten-App mobile-pocket sowie in die Fan-App des 1. FC Köln integriert. Digitale Sammelpässe am Smartphone laufen aktuell bei der Back- und Bistrokette Baguette von MPreis und den Wiener Saftbars der Juice Factory.

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Ressort: M-Payment, Commerce
Maximilian Feigl

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