17.10.2018 - 11:43

EHI gründet Mobile-Payment-Initiative

Die Zahl der bargeldlosen Transaktionen an deutschen Kassen nimmt zu, ebenso wie kontaktlose Zahlungen. Nur das Mobile Payment scheint nicht vom Fleck zu kommen. Zusammen mit diversen Unternehmen will der EHI dies nun ändern.

An deutschen Kassen wird immer seltener zur Geldbörse gegriffen. Nur noch die Hälfte des Umsatzes im Einzelhandel begleichen Kunden mit Bargeld. Der Markt für unbares Bezahlen hat sich entsprechend positiv entwickelt. Seit rund einem Jahr gibt es eine starke Zunahme an kontaktlosem Bezahlen mit Karte, jede zehnte Transaktion geschieht inzwischen "im Vorbeigehen".

Eine weitere Vereinfachung an der Kasse ist das mobile Bezahlen. Die Zahlungsdetails sind dabei im Smartphone hinterlegt und Kunden brauchen weder Geldbörse noch Brieftasche zum Einkaufen. „Aber es besteht großer Informationsbedarf – sowohl bei Händlern wie auch bei Verbrauchern, die vermutlich aufgrund der vielen unterschiedlichen Mobile-Payment-Lösungen in Deutschland verunsichert sind“, erklärt Horst Rüter, Zahlungsexperte im EHI, der heute eine repräsentative Verbraucherbefragung zur Thematik auf der Mobile-in-Retail-Conference in Berlin vorstellt.

Intransparenter Markt – großes Potential

Trotz des intransparenten Marktes bekräftigen 36 Prozent der Befragten ihre Aufgeschlossenheit gegenüber mobilen Bezahlmöglichkeiten, was hochgerechnet rund 20 Mio. Verbrauchern in Deutschland entspricht. Knapp die Hälfte von ihnen sieht die hauptsächlichen Vorteile in der höheren Geschwindigkeit und der Vereinfachung des Bezahlens. Auch die moderne, zeitgemäße Art des Bezahlens empfinden die Kunden als Mehrwert. Bei der Umfrage des EHI wurden in Kooperation mit Kantar TNS 1.046 Verbrauchern Fragen zum mobilen Bezahlen mit dem Smartphone gestellt.

Skeptikern, die 64 Prozent der Befragten ausmachen, sind die Vorzüge des mobilen Bezahlens meist nicht klar. Ein Viertel von ihnen gibt an, mit dem Nutzwert dieser Methode nicht ausreichend vertraut zu sein. 24 Prozent erklären, sich bei dem Thema zu wenig auszukennen. Außerdem hat rund die Hälfte von ihnen Bedenken bezüglich Datenschutz und -sicherheit, insbesondere die Angst vor Datenmissbrauch durch Hacker, geäußert.

Die Mobile-Payment-Initiative

Aber auch Händler sind verunsichert. Der Markt ist zurzeit recht unübersichtlich, die Vorteile sind nicht ausreichend bekannt und es ist unklar, welche der Lösungen sich durchsetzen werden und die Investitionen rechtfertigen. Um über die unterschiedlichen Möglichkeiten aufzuklären, hat das EHI mit Partnern die Mobile-Payment-Initiative gegründet. Gemeinsam mit dem EHI wollen u.a. Blue Code, Girocard, Google Deutschland, GS1 Germany, Ingenico Payment Services, Mastercard, Payback, Roqqio, Visa und Wirecard unter der Leitung von Caroline Coelsch, Projektleiterin beim EHI, umfassende Informationen zum mobilen Bezahlen bereitstellen. Damit sollen grundlegende Kenntnisse über die innovative Technologie und die verschiedenen Verfahren und Systeme bei Verbrauchern und im Einzelhandel deutlich erhöht werden. Der Einzelhandel soll damit in die Lage versetzt werden, jederzeit ein für seine Kunden optimales Angebot mobiler Bezahllösungen umzusetzen. Die Initiative wird auch eine Plattform für den Austausch und Dialog der Partner darstellen, damit gemeinsam Stärken oder Schwächen einzelner Lösungen diskutiert werden können.

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Ressort: M-Payment, Firmennews
Maximilian Feigl

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