11.12.2018 - 11:54

E-Commerce im Europavergleich: Wo besonders viel geshoppt wird

Während in Deutschland zur Weihnachtszeit vermehrt online eingekauft wird, bevorzugen Italiener den Gang in den Laden. Doch auch innerhalb der Staaten gibt es zum Teil deutliche Unterschiede. Eine Karte von Nexiga stellt diese dar.

Für die Analyse wurde die E-Commerce-Nutzung in den EU-Staaten, der Schweiz, Norwegen, Island, der Türkei und Serbien anhand der NUTS-Regionen von Eurostat ausgewertet. Die Karte zeigt den Anteil der 16- bis 74-Jährigen, die 2017 E-Commerce genutzt haben.

Deutschland ist E-Commerce-Land: Nur zwei Regionen halten nicht mit

Deutschland gehört zur Spitzengruppe in Europa. Fast in allen deutschen NUTS-Regionen kaufen mindestens 71 Prozent der Verbraucher in Online-Shops ein. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wird seltener im Netz geshoppt. Mit einer Nutzungsquote von 70 beziehungsweise 64 Prozent sind aber auch diese Regionen sehr online-affin.

Ebenfalls ganz oben in Europa dabei sind die Schweden und Isländer, die durchgängig die höchsten Nutzungszahlen aufweisen – wie auch fast das gesamte Norwegen und beinahe die komplette Schweiz. Hier gibt es aber jeweils eine abweichende Region. Außerdem kaufen in allen Regionen im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden mindestens 71 Prozent der Verbraucher im Online-Handel ein.

Frankreich fällt hinter der Spitzengruppe etwas zurück. Fast in allen seinen NUTS-Regionen liegt die Nutzungsquote bei 56 bis 70 Prozent. Europäische Schlusslichter sind Rumänien, Bulgarien, weite Teile der Türkei, der Süden Griechenlands, Sizilien und mehrere Regionen des südlichsten Italiens.

Das Nord-Süd- und Ost-West-Gefälle zeigt sich auch im Online-Handel

Die Auswertung belegt einmal mehr das auch in anderen Bereichen schon bekannte Nord-Süd- und West-Ost-Gefälle in Europa. Je weiter südlich und östlich man in Europa schaut, desto niedriger fallen die dortigen Zahlen aus. Interessant ist, dass Frankreich als drittgrößte Volkswirtschaft der EU im Großteil des Landes nicht die höchste Quote erreicht.

Nicht überraschend, aber weiterhin bemerkenswert, zeigt sich einmal wieder, wie digital Estland im Vergleich zu seinen baltischen Nachbarn ist: In Estland, dem Land der Skype-Erfinder, kaufen 58 Prozent der Verbraucher online ein. In Lettland sind es lediglich 46 Prozent und in Litauen nur 38 Prozent.

Die Karte von Nexiga zeigt vor allem, wie viel Wachstumspotential es für den Online-Handel in Europa noch gibt. Während in Deutschland fast jeder Verbraucher bereits erreicht wird, ist beispielsweise in Spanien mehr als jeder Zweite lediglich ein potentieller Online-Shopper, der noch überzeugt werden muss.

Eine interaktive Version der Karte gibt es auf der Opens external link in new windowWebsite von Nexiga.

Das gelesene Thema hat sie interessiert? Dann...

posten in:


Ressort: Commerce, Statistik
Maximilian Feigl

,,

Kompendium Location Technologies and Services

Eine Übersicht über aktuelle Technologien, Marketingstrategien und Servicelösungen in der Verbindung von realer und Online-Welt. Mit dabei sind Unternehmen wie CCV, Cinram, Coca Cola, Epson, Ingram Micro, LANCOM Systems, Osram und PAYBACK.
Opens external link in new window...mehr

GFM Nachrichten ePaper

GFM Nachrichten ePaper