16.06.2014 - 11:35

„Die Vernetzung von Big Data und Location erzeugt Good Data“

Der Handel kann stark von Location-based Services profitieren, davon ist Carsten Szameitat überzeugt. Der Vorstandsvorsitzende und Region Director DACH der Location Based Marketing Association spricht über die Möglichkeiten.

Die Location Based Marketing Association (LBMA) ist bereits in Nordamerika, Asien und Teilen Europas erfolgreich, erklärt Szameitat Opens external link in new windowim Interview mit dem Location Insider. Seine Aufgabe als Region Director Vorstandsvorsitzender sei es nun, „die LBMA in Zentraleuropa sichtbar und handlungsfähig zu machen.“ Besonders interessiert sollte sich hier der Handel zeigen. Denn Location-based Services können ihn nachhaltig verändern.

„Allein im deutschen Handel finden täglich 50 Millionen Kundenkontakte statt“, führt Szameitat aus. „Dieselbe Zahl an Menschen hebt jährlich vom Frankfurter Flughafen ab. Die Deutsche Bahn verzeichnet zehn Millionen Pendler pro Tag und in den zehn größten Fußballstadien des Landes fanden in der vergangenen Saison 18 Millionen Fans Platz. Was diese Zahlen verdeutlichen sollen: Überall wo sich ein Mensch gerade aufhält, haben wir eine Location, die wir nutzen können. Neue Technologien, wie zum Beispiel Beacons oder Indoor-Navigation helfen dabei, diese Menschen gezielt anzusprechen und zu einem aktiven Dialog mit dem Handel zu bewegen. Gerade die intelligente Vernetzung und Kombination aus Big Data und Location können GOOD Data erzeugen und zu einem nie dagewesenen Kundenerlebnis führen.“

Besondere Herausforderungen sieht er hierbei im deutschsprachigen Raum. Zwar seien die internationalen Ziele - Förderung von Forschung, Bildung und Innovation an der Schnittstelle von Menschen, Orten und Medien – auch hierzulande gültig. Doch der deutsche Markt bringe zusätzliche Schwierigkeiten: „er wird von zahlreichen Bedenkenträgern zusätzlich in seiner Entwicklung eingeschränkt. Es geht nicht nur darum, Unternehmen auf die Vorteile von Location-based Services aufmerksam zu machen und sie mit den richtigen Unternehmen zu verknüpfen“, führt Szameitat aus.

„Besonders in Deutschland stehen wir auch vor der Herausforderung, die Verbraucher aufzuklären und auf ihre legitimen Datenschutzwünsche einzugehen. Ganze Industrien arbeiten im Moment daran, über vorgeschobene Sicherheitsbedenken ihre Geschäftsmodelle zu sichern. Hier stehen wir zukünftig als Ansprechpartner vermittelnd zur Verfügung und schaffen Raum für einen gemeinsamen Konsens. Wie so viele andere Technologien hängen auch LBS von der Akzeptanz durch den Nutzer ab – schaltet er GPS, Bluetooth und NFC ab, scheitern sämtliche Kampagnen. Es geht also auch darum, gemeinsam mit der Industrie dem Konsumenten die Vorteile schmackhaft zu machen und dabei seine Bedenken zu zerstreuen.“

Das vollständige Interview können Sie im Opens external link in new windowLocation Insider lesen.

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Ressort: Location Based Services , Interviews
Maximilian Feigl

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