03.04.2018 - 13:14

Die Evolution des stationären Handels erfordert neue Kassen

Stationäre Läden werden zur Bühne der Marken- und Produktinszenierung, dabei werden gute Beratung, kompetente Angestellte und ein reibungsloser Check-Out immer wichtiger. Die Kasse muss mit diesen Neuerungen mithalten können.

Ladengeschäfte wandeln sich im Zuge der Digitalisierung zur wichtigen Schnittstelle. Sie werden zur Bühne der Marken- und Produktinszenierung und zum Knotenpunkt der Kundenbindung. Je mehr damit das Einkaufserlebnis in den Mittelpunkt rückt, desto wichtiger werden gute Beratung, kompetente Angestellte und ein reibungsloser Check-Out. Viele dieser Punkte laufen an der Kasse zusammen – weswegen diese für die kommenden Herausforderungen gerüstet sein muss, so Christine Bauer von CCV Deutschland, einem Spezialisten für elektronische Bezahllösungen.

Der stationäre Handel verlor in den letzten Jahren deutlich Umsatz. So fiel die Flächenproduktivität von 3.600 Euro im Jahr 2000 laut einer Untersuchung des Handelsverbands Deutschland (HDE) und des Beratungsunternehmens KPMG auf 2.900 Euro in 2010. Diese Entwicklung zeigt sich besonders deutlich bei Geschäften zwischen 1.000 und 2.500 Quadratmetern. Der stationäre Einzelhandel reagiert natürlich längst, mit neuen Ideen, Technologien und Konzepten. Dabei rücken immer deutlicher das Einkaufserlebnis und die Kundenerfahrung in den Mittelpunkt, denn sie setzen auf die Stärken des stationären Handels: anfassen anstatt sehen, beraten lassen anstatt suchen, selbst testen anstatt Bewertungen lesen.

Kasse im Wandel

Die Kasse ist einer der zentralen Plätze, an denen sich dieser Wandel bemerkbar macht. Denn dort geht es um als nur Geld und Waren, die den Besitzer wechseln. Der Bezahlprozess generiert wichtige Kundendaten und ist der (vorerst) letzte Kontaktpunkt des Kunden mit dem Geschäft – und prägt sich somit besonders ein. Zugleich ist die Kasse ein potentielles Feld für Frustrationen: lange Schlangen und fehlende Bezahlmöglichkeiten können den Kunden von einem erneuten Besuch abbringen.

Möglichkeiten, dies aufzugreifen, gibt es verschiedene, und sie sind ganz abhängig von der Art des Ladens. „Ein Discounter beispielsweise setzt eher auf Self-Checkout- oder Self-Scanning-Lösungen, da er viele Kunden mit großen Einkäufen in kurzer Zeit abarbeiten muss“, erklärt Christine Bauer, Leiterin Vertrieb und Marketing bei CCV Deutschland. „Die Beratung steht hier weniger im Mittelpunkt. In einem Modegeschäft wiederum ist die Situation umgekehrt: die Kunden suchen vor allem Beratung und nehmen am Ende eine eher kleine Anzahl an Artikeln mit. Hier bieten sich mobile Kassenlösungen an, die der Angestellte mit sich führt während er den Kunden berät.“ Besonders dann, wenn die mobile Kasse den Berater mit Informationen über Lagerbestände oder alternative Farben und Muster unterstützt. Auch aus den Onlineshops bekannte Empfehlungen wie „Das könnte Sie auch interessieren“ können so gemacht werden. Dabei wird die Erfahrung des Beraters durch eine statistische Auswertung anonymer Kundendaten ergänzt.

Datenzugriff

Doch nicht unbedingt jede Kassensoftware hat Zugriff auf diese Daten. Es gibt aber Alternativen zu einer kompletten Umstellung. Die Lösung CCV Smart Mobile etwa ist ein mobiles Kassensystem, das auf Android basiert. Dies bedeutet, dass neben der eigentlichen Kassen-Software auch weitere Apps auf dem Gerät installiert werden können, ähnlich wie auf einem privaten Smartphone. „Mit diesen zusätzlichen Apps können die Händler zum Beispiel auf eine Foto- und Videogalerie zugreifen, um weitere Produkte zu zeigen oder einen Konfigurator starten. Andere Apps wiederum können dem Angestellten Zugriff auf die Warenwirtschaft geben oder auf den Online-Shop“, führt Christine Bauer aus. „Dabei greift die Lösung nicht auf den öffentlichen Playstore von Google zu sondern auf unseren CCV eigenen Appstore, auf dem nur von uns auf Sicherheit geprüfte und signierte Apps geladen werden. So können wir sicherstellen, dass keine schadhaften Apps auf die Geräte gelangen oder sie für den privaten Gebrauch zweckentfremdet werden.“ Die entsprechende Lösung wird gemäß internationalem PCI-PTS Standard und nach den Sicherheitsvorgaben der Deutschen Kreditwirtschaft zertifiziert.

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Ressort: M-Payment, Commerce
Maximilian Feigl

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