23.02.2016 - 20:29

Die EuroCIS nimmt Convenience-Lösungen in den Mittelpunkt

Auf der EuroCIS in Düsseldorf ist von Handscannern über Bezahl- bis hin zu Self-Checkout-Lösungen und Electronic Shelf-Labels viel geboten. Für die Aussteller steht dabei oft eines im Vordergrund – Convenience.

Bei IBM zum Beispiel stehen natürlich mehrere Punkte im Fokus – so ist Mobile Commerce nach wie vor ein großes Thema für das Unternehmen und seine Kunden, ebenso der Omnichannel-Handel. Doch besonderes Augenmerk legt der Konzern wie üblich auf Watson. Mit dem Supercomputer von IBM können sich Händler Lösungen wie Sprachanalysen sichern, durch die zum Beispiel Beschwerden, aber auch andere Kundenkontakte maschinell bearbeitet werden können. Sogar Einkaufsberatungen können so automatisiert werden. Dies soll das Einkaufserlebnis für den Nutzer von Anfang bis Ende der Customer Journey verbessern.

Auch die Datenanalyse werde durch Watson erleichtert. So können wesentlich größere Datenmengen zur Verarbeitung herangezogen werden, als einem einzelnen Nutzer zur Verfügung stehen. In den USA können so beispielsweise Ärzte Symptome und Krankheitsbilder eines Patienten mit Millionen von Fällen direkt vergleichen. Bei diesen kognitiven Lösungen, so IBM, geht es darum, „dem Kunden neue Möglichkeiten zu zeigen, die bisher noch nicht genutzt werden“. Auf Opens external link in new windowBluemix kann Watson übrigens getestet werden. Diverse Dienste können dort ausprobiert und eigene Demos gebaut werden.

Apple Pay und Co. könnten Deutschland meiden

Der Spezialist für elektronische Transaktionsverarbeitung CCV Deutschland sieht ebenfalls die Convenience im Mittelpunkt stehen, allerdings aus einer anderen Perspektive. Denn auch bei der Zahlung kann dem Kunden noch entgegen gekommen werden. Von besonderem Interesse ist für CCV hier die Entwicklung im Mobile Payment Bereich. Zwar arbeitet man bereits mit Apple zusammen und begrüßt jeden Schritt, den das Unternehmen auf dem europäischen Markt macht – allerdings zeigt sich CCV skeptisch, ob sich Apple und andere amerikanische Payment-Anbieter überhaupt an den stark regulierten deutschen Markt wagen werden. Auf Kreditkarten fixierte Staaten wie Polen oder Spanien würden einen leichteren Einstieg bieten.

In Sachen Omnichannel arbeitet CCV derzeit mit REWE zusammen. Der Handelskonzern hatte bereits in der Vergangenheit mit Innovationen auf sich aufmerksam gemacht – Stichwort Mobile Payment. Nun testet er gemeinsam mit CCV in Fürstenfeldbruck bei München eine Self-Checkout- Lösung. Auch andere Konzerne, wie etwa Toshiba, bieten Geräte oder Lösungen hierfür an.

„Fliegende Kassen“ und Alternativen zum „Dash-Button“

Ein anderer Bereich in Sachen Convenience wird unter anderem von Epson abgedeckt. Der Konzern, der hauptsächlich für seine Drucker und Print-Lösungen bekannt ist, bietet zusammen mit seinem Partner e-matters eine Click-und-Collect-Lösung an. Hier können User Waren im Store per QR-Code scannen und online bestellen oder direkt online bestellen. Im Laden kann dann der volle Warenkorb abgeholt werden. Epson liefert hierfür ein tragbares Druckersystem um eine „fliegende Kasse“ zu ermöglichen.

Zudem nimmt es e-matters mit seinem „Spark-Aufkleber“ mit Amazons „Dash-Button“ auf. Der individualisierbare Sticker kann von Händlern oder Marken an den Produkten angebracht werden, um diese bei Bedarf nachbestellen zu können. Auch vorkonfigurierte Warenkörbe können so geordert werden. Wie bei der In-Store Lösung setzt e-matters hier auf den mobilen Browser, um den Verbraucher nicht mit noch einer App zu belasten.

Shopping per Gestensteuerung

Microsoft wiederum begegnet den Verbrauchern gemeinsam mit Impuls mit einer Mischung aus Bequemlichkeit und Erlebnis. So verbindet Impuls Digital Signage mit dem Bewegungserkenner Kinect. Auf diese Weise können Kunden im Laden verschiedene Produkte per Wischbewegung auf dem digitalen Screen betrachten. Wollen sie eines kaufen, bestätigen sie mit einer kurzen Geste und ein Lichtsignal zeigt Ihnen, wo sie die gewünschte Ware im Regal finden. Impuls erweitert dies noch mit einer mobilen Kasse und einer Analysesoftware, die die Verkäufe im Hintergrund begleitet. Wer es nicht zu Impuls auf die EuroCIS schafft, kann sich diese Lösung auch im Showroom des Unternehmens in Nürnberg genauer ansehen.

Viele der Lösungen, die auf der EuroCIS gezeigt werden, sollen also das Shopping auf die ein oder andere Weise vereinfachen – sei es bei der Beratung, an der Kasse oder beim Bezahlen.

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Ressort: Commerce, Topnews
Maximilian Feigl

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