20.03.2018 - 12:18

Die Auswirkung von Großereignissen auf den Online-Handel

Gekauft wird immer – doch was ist, wenn in der Welt ein einschneidendes Ereignis passiert, ein Anschlag etwa oder eine überraschende politische Entwicklung? Dieser Frage ist das Affiliate-Marketing-Netzwerke Admitad nachgegangen.

Durch eine Shopping-Korrelationsanalyse hat Admitad ermittelt, wie wichtige, medienwirksame Ereignisse die Anzahl der Käufe und Einnahmen beeinflussen. Dafür wurden insgesamt sechs globale Ereignisse wie Wahlen, Terroranschläge und Cyber-Sicherheits-Vorfälle aus dem Jahr 2017 untersucht und mit den Einnahmen und der Anzahl der Verkäufe der Advertiser, die über das Affiliate-Netzwerk Admitad generiert wurden, in Korrelation gesetzt.

Politische Ereignisse 2017

Am 20. Januar 2017 wurde Donald Trump als Präsident der USA vereidigt. Dieses Ereignis war für die Amerikaner und die Weltgemeinschaft von großer Bedeutung – das die Kauflaune senkte: Es gab an diesem Tag einen Rückgang der Einnahmen und der Anzahl der verkauften Produkte der Advertiser über das Affiliate-Netzwerk Admitad. Die Advertiser verzeichneten einen aggregierten Shopping-Einbruch von acht Prozent. Das stand auch im Kontrast zu dem Kaufverhalten einige Tage zuvor, bei dem hohe Einnahmen und auch eine große Anzahl von verkaufen Produkten für ein Wachstumshoch sorgten.

Der zweite Durchgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich am 7. Mai 2017 hatte am Tag selbst kaum Auswirkungen auf die Kauflaune und ging einher mit einem geringen Anstieg der Einnahmen und der Anzahl der verkauften Produkte der Advertiser über das Admitad-Netzwerk. Doch am nächsten Tag schienen die Anhänger den Sieg von Emmanuel Macron dafür umso kräftiger zu feiern, indem sie sich etwas gönnten: Der Index der Einnahmen und Verkäufe über Admitad stieg um 27 Prozent an.

Während des katalanischen Unabhängigkeitsreferendums am 1. Oktober 2017 stiegen die Einnahmen und die Anzahl der verkauften Produkte der Advertiser signifikant an (44 Prozent). Am darauf folgenden Tag hielt dieses Wachstum an und machte 52 Prozent aus.

Terroranschläge 2017

Ein Tag nach dem Terroranschlag auf der Westminster-Brücke in London am 22. März 2017 stiegen die Einnahmen und die Anzahl der verkauften Produkte um 30 Prozent an. Grund dafür könnte sein, dass die meisten Briten aus Sicherheitsgründen zu Hause geblieben sind und die Nachrichten im Internet verfolgten und somit auch Online-Shopping betrieben.

Nach der Schießerei am 2. Oktober 2017 in Las Vegas stieg der durchschnittliche Index der Einnahmen und Verkäufe um ein Prozent an. Das stellt keine signifikante Veränderung dar.

Cyber-Sicherheit

Am 7. März 2017 deklassifizierte WikiLeaks eine Reihe von Dokumenten der CIA. In diesen hieß es, dass die CIA über ein globales Programm zum Entschlüsseln von allen elektronischen Devices verfügt. Am darauf folgenden Tag verzeichnete das Gesamtwachstum des Index zwar noch ein Plus von 16 Prozent, doch schon einen Tag später brach das Gesamtwachstum um 48 Prozent ein. Der naheliegende Grund dafür könnte sein, dass die User Angst hatten ausgespäht zu werden und deswegen dem Internet zumindest für ein paar Tage den Rücken gekehrt haben.

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Ressort: Commerce, Studie
Maximilian Feigl

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