12.04.2017 - 14:57

Die aktuellen Top 20 Online-Shops in Deutschland

Während sich auf den ersten drei Plätzen – Amazon, Ebay und Ebay Kleinanzeigen –nichts geändert hat, gibt es Bewegung auf den unteren Rängen. So konnten drei Shops in die Top 20 aufsteigen, die nicht in Deutschland sitzen.

2,87 Milliarden Besuche konnten die zwanzig größten Online-Shops im ersten Quartal dieses Jahres erreichen — 7,63 Prozent (203,35 Millionen) mehr als noch Anfang letzten Jahres. Amazons Dominanz nahm dabei weiter zu. Dies zeigen Daten des Marktforschungsunternehmens Similar Web für das erste Quartal, die die Social-Commerce-Gruppe Pepper.com nun ausgewertet hat.

Während eBay.de als der ewige Zweite des Rankings von Januar bis März nur 706,45 Millionen Visits für sich verbuchen konnte und damit gegenüber dem ersten Quartal 2016 um 0,96 Prozent (6,8 Millionen Visits) an Reichweite verlor, baute Amazon seinen Vorsprung aus: 1,19 Milliarden Mal riefen Verbraucher die Internetseite Amazon.de im ersten Viertel dieses Jahres auf. Im Jahresvergleich konnte Amazon so ein Reichweitenplus von 8,03 Prozent (88,7 Millionen Visits) für sich verbuchen.

Neuzugänge in die Top 20

Aus den Top 20 herausgefallen sind das Couponing-Portal Groupon.de, der Elektronikversender Pearl.de und Kleiderkreisel.de, ein Marktplatz für Second-Hand-Mode. Groupon.de (16,98 Millionen Visits, -1,77 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2016) rutschte im ersten Quartal von Platz 18 auf Platz 21, Pearl.de (12,92 Millionen Visits, -0,17 Prozent) von Rang 20 auf Rang 27 und Kleiderkreisel.de fiel in der Tabelle sogar um neun Plätze: Nur noch 12,41 Millionen Mal (-9,7 Prozent) riefen Verbraucher den Marktplatz im ersten Jahresviertel auf. Für Kleiderkreisel reichte das nur noch für Rang 28.

Neu eingestiegen hingegen sind Aliexpress.com (31,41 Millionen Visits) auf Rang 13, eBay.com (46,29 Millionen Visits) auf Rang 8 und Amazon.com wurde als Fünftplatzierter im ersten Quartal sogar 85,96 Millionen Mal von deutschen Verbrauchern aufgerufen.

Über welche Kanäle kommen die Kunden?

Direct-Type-ins waren im ersten Quartal dieses Jahres die wichtigste Besucherquelle: 46,96 Prozent aller 2,87 Milliarden Visits kamen durch die Eingabe der jeweiligen Internetadresse ins Adressfeld des Browsers zustande. Im Jahresvergleich sank damit der Anteil von 51,91 Prozent in Q1/2016 auf weniger als die Hälfte. Wurden Anfang 2016 noch sieben der zwanzig größten Online-Shops von mehr als der Hälfte ihrer Kunden direkt besucht, konnten im ersten Quartal dieses Jahres nur noch zwei Händler einen ähnlich hohen Anteil an Direct-Type-ins für sich verbuchen: eBay.de (54,53 Prozent, 385,23 Millionen Visits) und Tchibo.de (56,8 Prozent, 13,49 Millionen Visits). Selbst starke Handelsmarken wie Zalando.de (39,31 Prozent, 16,29 Millionen Besuche), Media Markt (34,9 Prozent, 19,54 Millionen Visits) und H&M (29,66 Prozent, 5,49 Millionen) verfügen über erstaunlich wenig Zugkraft.

Die Relevanz von Suchmaschinen und externen Internetseiten für den Internethandel ist im Jahresvergleich gestiegen: Steuerten Suchmaschinen Anfang 2016 erst 25,32 Prozent zur Reichweite bei, waren es zwölf Monate später schon 27,63 Prozent. Wachstumstreiber waren dabei vor allem Google (Anteil: 93,24 Prozent), Bing (1,81 Prozent) und Yahoo (1,18 Prozent).

Vor dem Kauf informieren sich Verbraucher zunehmend auch auf verweisenden Internetseiten („Referrals“): 581,47 Millionen Mal verglichen Verbraucher im ersten Quartal vor dem Besuch eines der zwanzig größten Online-Shops die Preise, informierten sich über aktuelle Angebote und Kundenmeinungen oder lasen Testergebnisse. Durch ihre Präsenz auf Seiten wie dem Preisvergleichsportal Idealo.de (Anteil am Referral-Traffic: 7,52 Prozent), dem Verbraucherforum mydealz.de (2,88 Prozent) oder auf Nachrichtenportalen wie T-Online.de (2,4 Prozent) konnten die zwanzig führenden Händler so im Mittel jeden fünften Besucher (20,28 Prozent) gewinnen. Im Jahresvergleich steigerten externe Internetseiten ihren Reichweitenanteil um 1,74 Prozent und gewannen damit so stark an Relevanz wie kein anderer Marketingkanal.

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Ressort: Commerce, Studie
Maximilian Feigl

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