13.06.2017 - 10:38

Darmstadt gewinnt Wettbewerb „Digitale Stadt“

Darmstadt ist Gewinner des Wettbewerbs „Digitale Stadt“, den der Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund initiiert hat. Nun soll Darmstadt zur digitalen Modellstadt ausgebaut werden.

Darmstadt setzte sich im Finale gegen Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg durch. Die Gewinnerstadt erzielte bei der Bewertung durch die sechsköpfige Jury die höchste Gesamtpunktzahl. Bewertet wurden Strategien und Konzepte der Bewerberstädte. Dabei ging es insbesondere um die jeweilige Vision einer digitalen Stadt, die Unterstützung vor Ort, professionelles Projektmanagement, nachhaltige Entwicklung und Kommunikationsstrategien. Die Gewinnerstadt wurde von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries bei einem Bitkom-Empfang vor 1.200 geladenen Gästen in Walldorf bekannt gegeben.

„Die Bewerbung von Darmstadt hat die Jury vor allem aufgrund ihrer ausgewogene Einbeziehung der verschiedenen Themenbereiche und Facetten einer digitalen Stadt überzeugt. Die bereichsübergreifende Vernetzung aller Sektoren mit dem Fokus auf hochprofessionelle Cyber-Sicherheit ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Digitale Stadt Darmstadt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Die Entscheidung sei denkbar knapp ausgefallen. „Alle Bewerber haben absolut überzeugende Konzepte eingereicht und die Jury mit Kreativität und Engagement, mit Begeisterung und Professionalität beeindruckt. Der Wettbewerb hat gezeigt, dass die Finalstädte auf einem guten Weg in Richtung digitale Zukunft sind. Darin möchten wir alle Teilnehmer ausdrücklich bestärken.“

In der Jury waren Bitkom, Deutsche Telekom, SAP, Software AG, Hewlett Packard Enterprise und Vodafone vertreten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund stand der Jury beratend zur Seite. Der Wettbewerb „Digitale Stadt“ war Ende November 2016 gestartet. Bewerben konnten sich mittelgroße Städte mit rund 100.000 bis 150.000 Einwohnern. Voraussetzungen waren neben der Einwohnerzahl eine städtische Prägung, eine gute Infrastrukturanbindung und die Nähe zu einer Hochschule. In der ersten Runde hatten sich 14 Städte beworben, von denen es Darmstadt, Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg in die Endrunde schafften.

Ausbau zur digitalen Modellstadt

Ab Anfang 2018 sollen nun Bereiche wie der Verkehrssektor, die Energieversorgung, Schulen und das Gesundheitswesen mit neuesten digitalen Technologien ausgerüstet werden. Zudem sollen künftig die öffentliche Verwaltung innovative Online-Anwendungen und der Handel intelligente Lieferdienste anbieten können. Auch die Telekommunikationsnetze sollen ausgebaut und verbessert werden. So werde Darmstadt zur digitalen Modellstadt.

Am Ausbau von Darmstadt zu einer digitalen Vorzeigestadt beteiligt sich ein breites Bündnis aus Digitalunternehmen, die das Projekt mit Produkten und Dienstleistungen in zweistelliger Millionenhöhe pro bono unterstützen. Das Projektmanagement wird bereits im Juli seine Arbeit aufnehmen. Die ersten Anwendungen folgen im kommenden Jahr. „Die Investitionen machen den Standort für weitere Unternehmen attraktiv und werden Folgeinvestitionen nach sich ziehen. Andere Städte werden von den Entwicklungen in Darmstadt lernen, dadurch wird ein wichtiger Impuls für die digitale Transformation von Deutschlands Städten und Gemeinden gesetzt“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Rohleder. Neben Bitkom und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund beteiligen sich folgende Unternehmen an dem Projekt: Deutsche Telekom, Hewlett Packard Enterprise, SAP, Software AG, Vodafone, Autodesk, Civocracy, Deutsche Bahn, DJI, DocMorris, DPD Dynamic Parcel Distribution, ebay, ecsec, eluminocity, Esri, Intel, Kathrein, Little Bird, m.doc, nebenan.de, PTV Group, Roland Berger, Samsung, Speed4Trade und Vitaphone.

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Ressort: Location Based Services , M-Enterprise
Maximilian Feigl

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