02.10.2018 - 12:12

Asiatische Händler auf Zukunftskurs

Die japanische Kosmetikmarke SK-II hat in Singapur einen weiteren Future X Smart Store eröffnet, der das bereits seit Mai in Tokio erprobte Konzept noch einmal verbessert. Dies ist aber längst nicht der einzige neue fortschrittliche Markt im asiatischen Raum.

Beim SK-II Future X Smart Store werden Gesichtserkennung sowie Computer Vision- und KI-Technologie mit hauseigenen Methoden zur Hautdiagnostik kombiniert. Eine großformatige digitale Wand passt sich dabei mit optischen Effekten an die jeweiligen Gesichtsausdrücke der Besucher an und lädt so zu kleineren Spielereien ein. Dazu werden Mund-, Augen- und Kopfbewegungen erfasst. In einer speziellen Kabine können potentielle Käufer ihre Haut scannen und anschließend über eine Displaywand detailliert analysieren lassen. Auf Basis der Ergebnisse werden maßgeschneiderte Empfehlungen zur Pflege gegeben. Im Labor „Miracle Water“ dürfen Interessierte zudem immersiv erleben, wie die von SK-II angebotenen Gesichtsbehandlungsprodukte genau wirken.

Gesichts- und Produkterkennung in Südkorea

Gesichtserkennung spielt auch im neuen „Smart Convenience Store“ des südkoreanischen Händlers GS Retail eine wichtige Rolle, allerdings wird sie hier für Zahlungen und das Öffnen von Türen verwendet. Der Laden verfügt laut Inside Retail Asia zudem über ein spezielles Kassensystem, bei dem Produkte nicht durch einen Barcodescan, sondern durch einen Abgleich mit einer Bilderdatenbank und ihr Gewicht erfasst werden. Dadurch will das Unternehmen Personal einsparen können, das durch gestiegene Mindestlöhne immer teurer zu werden droht. Das System wird bis Jahresende getestet, bevor es ab nächstem Jahr auch in anderen Filialen zum Einsatz kommt.

Kassenlos in Indien

In Indien eröffnete derweil der erste kassenlose Laden des Landes. Konsumenten müssen dabei mit ihren Smartphones nur einen QR-Code einscannen, um Waren bequem zu kaufen. Das Unternehmen Watasale geht davon aus, dass seine Lösung ökonomischer als Amazon Go arbeitet und deutlich besser skalierbar ist. Dies dürfte auch notwendig sein, da Amazon inzwischen bedrohlich näher rückt: Es übernimmt nach Medienberichten 49 Prozent der Anteile an der indischen Supermarktkette More, die dort immerhin über 540 Filialen betreibt.

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Ressort: Location Based Services
Frank Keilacker

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