07.02.2017 - 13:11

Amazon schickt Roboter in den Supermarkt

Die Kasse war erst der Anfang: in einem zweistöckigen Supermarkt will Amazon fast komplett auf menschliche Angestellte verzichten. Den Großteil der Arbeit sollen dort Roboter übernehmen. So zumindest die Idee.

Kommen Kunden in den Laden, wählen sie im Erdgeschoss die Waren aus, die sie haben möchten. Einen Stock darüber nehmen Roboter diese aus den Regalen und packen den Einkauf für den Kunden zusammen. Dazu gehören Waren wie frisches Obst und Gemüse, Eier, Fleisch oder Käse, die besonders häufig in die Hand genommen werden und darunter gegebenenfalls auch leiden. So stellt man sich bei Amazon den Supermarkt der Zukunft vor. Auf Kassen wird dabei natürlich auch verzichtet, was ja bereits in einem Shop in Seattle getestet wird.

Der Laden könne zwischen 1.000 und 4.000 Quadratmeter groß werden, so dieOpens external link in new window New York Post, und über 4.000 verschiedene Artikel beherbergen. Damit wäre er deutlich größer als der Amazon Go Markt in Seattle.

Durch den umfangreichen Einsatz von Robotern würde sich der Einsatz menschlicher Arbeitskraft drastisch reduzieren. Amazon will mit mindestens drei und maximal zehn Menschen pro Schicht auskommen. Die Pläne scheinen auf sechs Mitarbeiter pro Schicht hinaus zu laufen: einen mit der Verantwortung für den Warennachschub, einen für die Registrierung bei Amazon Prime/Go, zwei weitere stellen Lieferungen für Kunden an einem Drive-Through zusammen. Die letzten zwei würden die Roboter im Obergeschoss bei der Zusammenstellung der Pakete unterstützen.

Geringere Kosten, große Gewinnspanne

Damit könnte der Markt theoretisch auf eine operative Gewinnspanne von über 20 Prozent kommen, so das Food Marketing Institut. Normalerweise liegt diese in den USA bei 1,7 Prozent. Zudem kann durch das zweistöckige Konzept Fläche eingespart werden, was ebenfalls die Kosten für einen solchen Supermarkt weiter drückt. Die Post schreibt, es könnte etwa die Hälfte der regale wegfallen.

Ob das Konzept so ungesetzt wird ist allerdings noch nicht sicher. Es befinde sich noch in einer frühen Phase und habe noch keine finale Zustimmung aus der Geschäftsführung erhalten. Daher dementierte Amazon die Pläne auch gegenüber der Post – wie schon zuvor Berichte des Wall Street Journals dementiert wurden, Amazon plane eine eigene US-weite Supermarktkette mit über 2.000 Läden.

Welche weiteren Neuerungen der Handle in den USa gerade durchlebt und was davon auch nach Europa kommen wird ist auch Thema der Opens external link in new windowLOCA Conference. Das Panel "Perspectives from the US: What will 2017 bring to Europe?" lässt Experten aus den USA zu Wort kommen und diskutiert die Entwicklungen. Die LOCA Conference findet am 15. und 16. Februar in München statt.

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Ressort: Commerce, Location Based Services
Maximilian Feigl

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