10.10.2018 - 11:22

Allensbach-Studie: Kontaktloses Bezahlen immer beliebter

Sechs von zehn Inhabern einer girocard halten die kontaktlose Bezahlung per NFC für praktisch oder sogar sehr praktisch. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Besonders offen für die NFC-Bezahlung zeigen sich die 16- bis 29-Jährigen (77 Prozent), die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind. Aber auch die Bürger ab 60 finden Gefallen daran: 45 Prozent der Inhaber einer girocard in dieser Altersgruppe betrachten diese Payment-Form positiv. Als Gründe für die hohe Resonanz führt die Studie den schnelleren und komfortableren Vorgang an der Kasse sowie die intuitive Handhabung an. Insbesondere bei der Zahlung mit girocard kontaktlos bis 25 Euro, die in der Regel ohne PIN-Eingabe erfolgt, kommen diese Vorteile zum Tragen.

Doch die Präsenz der neuen Technologie zeigt sich nicht nur in den Geldbörsen, sondern auch an den Ladenkassen: Laut Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft sind mit 550.000 Terminals bereits rund zwei Drittel aller aktiven girocard-Terminals dafür umgerüstet. Das schnelle Tempo, mit dem sich die kontaktlose Bezahlung hierzulande verbreitet, spiegelt auch die repräsentative Allensbach-Umfrage wider: Der Kreis derjenigen, die über eine girocard mit NFC-Funktion verfügen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 13 auf 29 Prozent mehr als verdoppelt. Auch der Anteil der Befragten, die die Funktion schon genutzt haben oder sich eine Nutzung vorstellen können, ist gewachsen: Von 48 Prozent im Jahr 2017 auf aktuell 58 Prozent.

Kartenzahlung auch in traditionellen Bargelddomänen erwünscht

Auch wenn die neue Technologie bei den Bürgern hierzulande auf großes Interesse stößt, gibt es weiterhin Bereiche, in denen bisher häufig nur Barzahlung möglich ist, wie z.B. in Metzgereien oder auf dem Wochenmarkt. Knapp die Hälfte der Befragten würde es begrüßen, ihre girocard auch bei diesen Gelegenheiten nutzen zu können (46 Prozent). Die unter 30-Jährigen zeigen sich überdurchschnittlich interessiert: 60 Prozent fänden es praktisch oder sehr praktisch, z.B. beim Bäcker oder Metzger, auf dem Markt, im Blumenladen, beim Arzt oder bei Lieferdiensten bargeldlos zu bezahlen. Die ältere Generation ist hingegen noch zurückhaltender (33 Prozent).

Auch an unbedienten Endgeräten geben die "Digital Natives" den Trend vor: Rund drei Viertel der 16- bis 29-Jährigen erachten die Bezahlung mit der girocard z.B. an Snack-, Getränke-, oder Fahrkartenautomaten als praktisch oder sehr praktisch (74 Prozent). Eine Ansicht, die auch gesamtgesellschaftlich eine Mehrheit der Befragten unterstützt (59 Prozent).

Basis für die Weiterentwicklung des Bezahlens

Der Markt reagiert auf die Wünsche von Jung und Alt mit der Entwicklung innovativer Bezahl- und Terminalkonzepte. Mobile Payment ist z.B. seit Sommer dieses Jahres auf Basis der Kontaktlostechnologie möglich. Ein weiteres Beispiel sind Terminals ohne PIN-Pad, die die Deutsche Kreditwirtschaft im aktuellen, gleichnamigen Pilotprojekt erprobt. Die verschlankten Terminals ohne PIN-Pad und ohne Kartenschlitz machen es einfacher, die bargeldlose Bezahlung z.B. an Automaten anzubieten. Sie lassen sich in einige Modelle einfacher einbauen oder nachrüsten und sind dadurch günstiger in der Anschaffung.

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Ressort: M-Payment, Studie
Maximilian Feigl

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