07.02.2017 - 11:01

Adler setzt auf interaktive Umkleidekabinen

Seit Oktober können Kunden im Erfurter Adler Modemarkt interaktive Umkleidekabinen nutzen. Nun weitet Adler das Angebot auf weitere Städte aus. Damit zeigt der Textilhändler wieder einmal, dass er die Digitalisierung beherrscht.
Adler Modemärkte AG - Interactive Fitting Room

Bereits im Jahr 2015 setzte Adler flächendeckend auf die RFID-Technologie. Damals ließ der Textilhändler in 170 Filialen in Deutschland, Luxemburg, Österreich und der Schweiz eine RFID-Lösung installieren. Mit ihr kann der Warenbestand permanent überprüft werden, was Out-of-Stock-Situationen vorbeugen soll. Umgesetzt wurde dieses Projekt von dem Berliner IT-Unternehmen syspro, welches die Systemsoftware entwickelte und als Koordinator für Hardware, Software und Schulung auftrat.

Auch am Interactive Fitting Room Projekt is syspro wieder beteiligt, denn es greift auf die installierte RFID Lösung zurück und verbindet sie mit Digital Signage. Daneben arbeitet Adler hier auch mit dem IT-Lösungsanbieter Bütema zusammen.

Self Service in der Umkleide

In der digitalen Umkleidekabine steht den Kundinnen und Kunden ein Self Service System zur Verfügung. Über ein 23 Zoll großes Touch-Display können sie Artikelinformationen wie Produktbilder, Farben, Größen, Cross Selling Artikel und Verfügbarkeiten einzusehen. Auch komplette Outfitvorschläge werden dem Kunden angezeigt. Im Ruhezustand spielt das Self Service System eine Digital Signage Promotion aus. Zudem kann über einen entsprechenden Button eine Mitarbeiterin zu Hilfe gerufen werden, welche über ein mit dem InStore Assistant (ISA) ausgestatteten iPod eine Push-Benachrichtigung erhält. Über den ISA kann die Mitarbeiterin ebenfalls Artikel aufrufen und Verfügbarkeiten, Outfits sowie Cross Selling Artikel einsehen.

Ein im Kabinenbereich angebrachtes Tablet zeigt der Kundenberaterin zudem an, ob eine Kabine belegt, frei oder nur mit Kleidungsstücken belegt ist, welche verräumt werden können. Außerdem wird angezeigt, wie viele Kleidungsstücke sich in der Kabine befinden. Hier kommen die RFID-Etiketten zum Einsatz, zudem sind die Umkleidekabinen mit Ultraschallsensoren ausgestattet.

Experimentierfreudigkeit bei Adler

Getestet wurde das System seit Oktober in Erfurt. Nun wird es auf die Adler-Märkte in Limburg, Rüsselsheim und Mutterstadt ausgeweitet. Schon der Inventur-Roboter Tory wurde in Erfurt getestet, bevor er in weitere Märkte zum Einsatz kam. Der Roboter erfasst über die RFID-Tags automatisch bis zu 5.000 Artikel pro Stunde, was ihn zehnmal schneller sein lässt als einen menschlichen Angestellten. Daneben kann er auch Kunden zu gesuchten Produkten führen.

„Technologische Innovationen haben das Potenzial, beim Kunden zusätzliches Interesse zu wecken, den Einkauf noch bequemer machen und schlussendlich ein entsprechendes Umsatzplus für ADLER zu generieren. Sie können und sollen die persönliche Beratung nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen“, erklärt Roland Leitz, Bereichsleiter IT bei den Adler Modemärkten. Er hat die Einführung von RFID und die Installation der interaktiven Umkleidekabinen maßgeblich begleitet.

posten in:


Ressort: Commerce, Location Based Services
Maximilian Feigl

,,

Kompendium Location Technologies and Services

Eine Übersicht über aktuelle Technologien, Marketingstrategien und Servicelösungen in der Verbindung von realer und Online-Welt. Mit dabei sind Unternehmen wie CCV, Cinram, Coca Cola, Epson, Ingram Micro, LANCOM Systems, Osram und PAYBACK.
Opens external link in new window...mehr