09.05.2018 - 10:38

2000 Beschwerden monatlich auf Beschwerdeplattform der EU

Im Jahr 2016 startete die Europäische Kommission die Plattform für Online-Streitbeilegung (OS). Sie soll für mehr Transparenz im grenzüberschreitenden E-Commerce sorgen. Aktuell gehen etwa 2000 Beschwerden pro Monat dort ein.

Nicht alle Online-Einkäufe laufen problemlos ab: So kann es zu Lieferverzögerungen, Zahlungsproblemen oder beschädigter Ware kommen. Die OS-Plattform soll deshalb das Online-Shopping für Verbraucher und Händler europaweit und grenzüberschreitend fairer gestalten. Die Plattform ist eine Ergänzung zum bestehenden Kundendienst, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann. Sie vermittelt an eine von 350 Schlichtungsstellen in Europa.

Laut EU-Verordnung ist es für Händler gesetzlich vorgeschrieben, einen Link zur Plattform auf ihrer Website zu integrieren. Aktuellen Zahlen der Kommission zufolge erfüllen 66 Prozent der deutschen Händler diese Anforderung. Damit ist Deutschland führend im europäischen Vergleich, Österreich (47 Prozent) und Dänemark (44 Prozent) belegen Platz zwei und drei. In den kommenden Monaten will die Kommission in den Mitgliedsstaaten für eine stärkere Teilnahme der Online-Händler werben.

Zum Vergelich: Für das Jahr 2017 vermeldete die Bundesnetzagentur Opens external link in new window200.000 Fälle, in denen Menschen Rat bei der Behörde gesucht oder um Schlichtung in Streitfällen gebeten hatten. 

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Ressort: Commerce, Statistik
Maximilian Feigl