01.12.2015 - 12:22

LBS sollen 2020 Marktwert von 55 Milliarden Dollar erreichen

Ortsbezogene Dienste und Real-Time Location Systeme werden derzeit von vielen verschiedenen Industrien getestet und implementiert. Dementsprechend hoch sind die Wachstumserwartungen, wie eine aktuelle Studie nun zeigt.

Egal ob im Marketing, Handel, am Flughafen oder in der Logistik – aktuell sind viele Branchen damit beschäftigt, Location-Lösungen zu testen oder zu implementieren. Was dabei aktuell passiert wird auch auf der Opens external link in new windowLOCA Conference am 2. und 3 Februar 2016 in München gezeigt. Der weltweite Markt für solche Lösungen, der in diesem Jahr mit 11,36 Milliarden US-Dollar beziffert wird, werde dementsprechend wachsen. Laut einer Studie von ReportLinker um 37,1 Prozent pro Jahr auf einen Wert 54,95 Milliarden Dollar im Jahr 2020.

Wachstum besonders in Asien

Die Opens external link in new windowStudie mit dem sperrigen Namen „Location Based Services and Real-Time Location Systems Market by Location, Technology, Software, Hardware, Services, and Application Areas - Global Forecast to 2020“ nimmt sich sowohl der Location Based Services (LBS) als auch der Real-Time Location Systems (RTLS) an und unterteilt den Markt in vier geographische Bereiche: Nord-, Mittel, und Südamerika, Europa, die Asien-Pazifik-Region sowie den Rest der Welt. Dabei stellt der Bericht als besonders wachstumsstarken Sektor Healthcare und Life Sciences heraus. Hier sollen in naher Zukunft die Anwendungsfälle stark ansteigen, nicht nur im persönlichen Bereich sondern etwa auch im Zusammenhang mit Seuchenüberwachung und -bekämpfung.

Als vielversprechendste Region sieht die Studie den Raum Asien-Pazifik mit den stark wachsenden indischen und chinesischen Märkten. Hier sollen besonders die Nachfrage nach verbesserten Lieferketten und die Versuche der Regierungen, im nationalen Rahmen für einheitliche LBS und RTLS Standards zu sorgen, das Wachstum antreiben. Südkorea etwa gab schon im Jahr 2010 das Ziel aus, dass die Hälfte aller Pharma-Unternehmen bis 2015 Location Tracking Technologien verwenden sollen. Nicht zu vergessen sind dabei noch Faktoren wie die große Bevölkerungszahl, die sich entwickelnden Technologiezentren und wohlhabende Nachbarstaaten wie Südkorea, Singapur und Hong Kong.

Ein Blick auf Deutschland

Auch in Deutschland ist der vorhergesagt Trend deutlich sichtbar. Gab es in der Bundesrepublik laut Opens external link in new window„Location-based Services Monitor 2014“ im Jahr 2013 nur 180 Anbieter von LBS waren es 2014 schon 927. Das entspricht einem Anstieg von 415 Prozent. Das durchschnittliche Branchenwachstum betrug dabei 69,6 Prozent im Jahr. Den Umsatz für das Jahr 2014 gibt der „Location-based Services Monitor 2014“ mit insgesamt 97 Millionen Euro an, bis 2018 solle er auf 209 Millionen Euro wachsen. Besonders LBS-Werbung werde demnach für hohe Umsätze sorgen.

Was die Zahl der Nutzer von Location-based Services in Deutschland angeht gibt eine Erhebung der OECD für das Jahr 2013 an, dass 8 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer täglich nach lokalen Geschäften oder Diensten suchen. Zum Vergleich: In Japan waren es zu diesem Zeitpunkt 13 Prozent, in den USA 16 Prozent und in Mexiko sogar 27 Prozent. Inzwischen sollen es in Deutschland Opens external link in new window12 Prozent sein.

Infografik: Location-Based-Services in Deutschland wenig genutzt | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Opens external link in new windowStatista.

Über aktuelle Location-Anwendungsfälle in Handel, Marketing, Aviation und Logistik informiert übrigens auch die LOCA Conference, die am 2. und 3. Februar 2016 in München stattfinden wird. Informieren Sie sich hier über die Opens external link in new windowLOCA und ihre Opens external link in new windowListe internationaler Speaker.

Das gelesene Thema hat sie interessiert? Dann...

posten in:


Ressort: Location Based Services , Studie
Carsten Szameitat

,,

Mobile Lösungen im stationären Handel

Der stationäre Handel wird immer online-ähnlicher - dank mobilen Lösungen. Im Interview spricht INNOMOS-Geschäftsführer Dimitri Völk über die Entwicklung solcher Lösungen
Opens external link in new window...mehr