12.12.2016 - 14:48

Welche Technologien 2017 das Marketing umkrempeln sollen

Chatbots, Virtual Reality, Drohnen – für 2017 wird der Durchbruch so mancher Technologien im Marketing erwartet. Doch halten sie auch, was versprochen wird? Wer sich auf der dmexco aufmerksam umgesehen hat, kennt die Antworten.

Was ist ein “double upside down macchiato half decaf with room and a splash of cream in a grande cup”? Wer nur schwarzen Kaffee trinkt, kann mit solchen Ansagen kaum etwas anfangen. Nicht so jedoch das neue System Starbucks Barista. Der Chatbot, der sich Künstlicher Intelligenz bedient, um Bestellungen zu verstehen, wurde kürzlich von Starbucks vorgestellt. Wie andere Unternehmen auch will die Kaffeehauskette mit Hilfe des Chatbots die Interaktion mit dem Kunden verändern. Zentral dabei ist das Telefon.

Sprich mit mir: Chatbots

Die Chatbots sind dabei nur ein Teil eines größeren Komplexes, dem sogenannten Opens external link in new window„Conversational Commerce“. Mücke, Sturm & Company (MS&C) zählt hierzu auch digitale Sprachassistenten wie beispielsweise Alexa auf Amazon Echo oder der Google Assistent auf Google Home und historische Varianten wie die Sprachdialogsystemen Anfang der 90er Jahre. Das Potential dadurch sei groß, so MS&C: die Kundenerfahrung werde gestärkt und die Bindung zu den Unternehmen erhöht. Die Kauferfahrung werde emotionaler und auch die Servicequalität steigere sich. Einziges Problem: bisher sind Chatbots eine Seltenheit. Laut einer repräsentativen Umfrage, die Statista für nextMedia.Hamburg durchgeführt hat, haben bisher erst 16 Prozent der Befragten mit einem Chatbot kommuniziert.


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Dementsprechend war auch in Gesprächen auf der dmexco oft zu hören, in den nächsten fünf Jahren werden Chatbots zu einer „totalen Disruption“ führen. Mit 1.013 Ausstellern und 50.700 Besuchern an zwei Messetagen hat die Messe auch in diesem Jahr ihre Position als globale Business- und Innovationsplattform der digitalen Wirtschaft untermauert. Doch die Gespräche in Köln zeigten auch: Trotz solch beeindruckender Demonstrationen wie der von Starbucks ist die Technologie noch nicht so weit. So betonte Matt Crenshaw von Outbrain gegenüber Opens external link in new windowheise.de, dass ein Chatbot im Facebook Messenger nur wenige Produkte oder Artikel in einem sehr eingeschränkten Format anbieten kann. Zwar wird daran gearbeitet, die zu ändern, doch das dauert noch.

Virtual Reality im Einsatz

Ein anderes Thema, dem sich die dmexco direkter widmete, ist Virtual Reality. In der Virtual Reality (VR)- und Drohnen-Area konnten sich Besucher der Messe einen Eindruck davon verschaffen, wie vielfältig VR einsetzbar ist. Doch obwohl großes Interesse für das Thema zu herrschen scheint, betrachten es nur wenige als Priorität. Laut einer Umfrage von Adobe haben Opens external link in new windownur 13 Prozent der deutschen Marketing-Entscheider Virtual Reality im Fokus. Ein großer Fehler, so Hervé Fontaine, VP Virtual Reality B2B and Business Development von HTC Vive. Im dmexco-Panel "Emotions and Impact: Connecting with Consumers in Virtual Reality" diskutierte er mit Dominic Collins (General Manager, EMEA, Jaunt VR), Marcus Kuehne (Strategy Lead Immersive Technologies Digital Business, Audi) und Karl Woolley (Head of VR Studio, UK, Framestore), welchen Stellenwert VR in Unternehmen haben sollte und wie mit der neuen Technologie ein besseres Markenerlebnis kreiert werden kann.

Erste Anläufe gibt es hier bereits, etwa von Opens external link in new windowOutfittery oder dem Sanitärhändler Opens external link in new windowRichter+Frenzl. Ob dies ausreicht, um schon 2017 die große Virtual Reality Welle loszutreten, darf aber bezweifelt werden. Denn derzeit hapert es noch am wichtigsten: der Hardware. Zwar macht diese große Fortschritte, viele Geräte konzentrieren sich aber auf den Gaming-Bereich. Dementsprechend ist die Technologie auch noch nicht komplett bei den Nutzern angekommen. Wie eine Opens external link in new windowStudie von Parks Associates herausgefunden hat, ist das Thema für den Großteil der US-amerikanischen Haushalte ein böhmisches Dorf. 63 Prozent gaben an, wenig oder gar nichts über VR zu wissen.

Drohnen, Mobile und Relevanz

Neben Virtual Reality widmete sich die Themenwelt im Rahmen der dmexco „World of Experience“ auch den Drohnen. Dabei wurde nicht nur eine neue Art der Drohne vorgestellt, die grundsätzlich rollt und nur dann fliegt, wenn Hindernisse zu überwinden sind. Im Rahmen des Panels „When Business Flys“ wurde die zukünftige Rolle der Drohnen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Dabei ging es nicht nur darum, wie die Geräte Transport und Inventor Management umkrempeln können. In Form von Unterhaltung und Sponsorships werden sie auch ihren Eingang in die Marketing-Welt finden. Das Investment des Sportbusiness-Cluster 7Sports von ProSiebenSat1 in die Drone Racing League, das auf der dmexco verkündet wurde, markiert hier den Startschuss. Was jedoch darüber hinaus noch möglich sein wird, bleibt vorerst von den gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung der unbemannten Fluggeräte abhängig.

Deutlich weniger Zukunftsmusik sind da schon die Entwicklungen in Sachen Mobile. Besonders neue, innovative Werbeformate drängen auf den Markt. Wenn 2017 das Jahr ist, das das Ende von plumpen, das ganze Smartphone-Display bedeckenden Anzeigen markiert, werden wohl nicht allzu viele Tränen vergossen werden.

Nicht zu vergessen ist der Dauerbrenner Relevanz. Egal ob es um Einkaufshistorie, Webseiten-Kontext, aktuelles Wetter oder die genaue Location geht – ohne relevanten Content kommt digitales Marketing im nächsten Jahr nicht mehr aus. Nicht nur Opens external link in new windowAdobe und Opens external link in new windowCriteo sehen das so, sondern alle Player, die auf der dmexco vertreten waren, sind dieser Meinung.

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Ressort: Marketing, M-Advertising
Maximilian Feigl

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