20.10.2017 - 10:05

Trotz digitalem Wandel: Deutsche reden am liebsten persönlich

Die Kommunikation mit anderen könnte allein per E-Mail oder Messenger erfolgen – doch für drei Viertel der Deutsche kommt das nicht in Frage. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Kommunikationsgewohnheiten der Deutschen.

73 Prozent der Bundesbürger bevorzugen es, ihrem Gesprächspartner von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu sitzen. Insbesondere bei wichtigen Themen vertrauen 81 Prozent auf das persönliche Gespräch. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Cashback-Portals Opens external link in new windowShoop.de. Auch bei Freundschaften scheint den Deutschen der persönliche Kontakt essenziell zu sein: so sagen 76 Prozent, dass sie ihre richtig guten Freunde nur in der Realität haben. Zeit mit lieben Menschen wird im Allgemeinen ernst genommen: Beim Essen mit Freunden gleichzeitig mit dem Smartphone beschäftigt zu sein, geht nicht zusammen. Für 81 Prozent funktioniert diese Quality Time nur ohne digitale Ablenkung. Dabei zieht sich die Zustimmung zu solch handyfreien Zeitzonen durch alle Generationen (14 bis 17-jährige: 90 Prozent, 18 bis 29-jährige: 81 Prozent, 30 bis 39-jährige: 79 Prozent, 40 bis 49-jährige: 80 Prozent, 50 bis 59-jährige: 81 Prozent, 60 bis 69-jährige: 85 Prozent).

Beim Vereinbaren bedeutsamer Termine steht das Telefon nach wie vor hoch im Kurs (62 Prozent). Je älter die Befragten sind, desto größer scheint die Tendenz, lieber zum Telefonhörer zu greifen, als eine E-Mail oder Nachricht auf dem Smartphone zu schreiben: Während nur 37 Prozent der 40 bis 49-jährigen lieber anrufen, als eine Nachricht zu schreiben, waren es bei den 60 bis 69-jährigen bereits knapp über die Hälfte (55 Prozent). Die Jüngeren geben der textlichen Nachricht hingegen eindeutig den Vorzug: Bei den 18 bis 29-jährigen sind es 73 Prozent, bei den 30 bis 39-jährigen immerhin noch zwei Drittel (66 Prozent).

Obwohl ständige Erreichbarkeit es sehr einfach macht eine Verspätung zu einer Verabredung kurzfristig mitzuteilen, halten insgesamt 84 Prozent der Deutschen ihre Termine zuverlässig ein. Nur die Jüngeren nutzen WhatsApp und Co. etwas häufiger, um Verabredungen kurzfristig zu verschieben – bei den 14 bis 17-jährigen ist es fast jeder Dritte (30 Prozent), bei den 30 bis 39-jährigen noch 23 Prozent.

Das Smartphone als Alltagsgegenstand

Das Smartphone gehört für viele Deutsche inzwischen selbstverständlich zum Alltag und wird auch gerne genutzt, um Zeit zu überbrücken. So vertreiben sich 80 Prozent der 14 bis 17-jährigen, 85 Prozent der 18 bis 29-jährigen und immerhin 68 Prozent der 30 bis 39-jährigen ihre Wartezeit an Haltestellen mit dem Smartphone. Für 39 Prozent ist der digitale Begleiter sogar so wichtig, dass sie gleich nach dem Aufstehen als erstes auf ihr Telefon schauen. Wobei sich die jungen Generationen deutlich vom Durchschnitt abheben: Bei den 14 bis 17-jährigen werfen 80 Prozent, bei den 18 bis 29-jährigen 77 Prozent und bei den 30 bis 39-jährigen 61 Prozent jeden Morgen als erstes einen Blick auf ihr Smartphonedisplay.

Segen oder Stress?

Smartphones nehmen im Privat- und Arbeitsleben vieler Deutscher immer mehr Raum ein. Was für manche ein Fluch ist, empfinden andere als ganz selbstverständlich. So fällt es drei von vier Deutschen (73 Prozent) nicht schwer ihr Smartphone beiseite zu legen und abzuschalten. Bei den zwischen 18 und 39 scheiden sich hingegen die Geister: 54 Prozent der 18 bis 29-jährigen und 42 Prozent der 30 bis 39-jährigen fällt es schwer das Smartphone wegzulegen. Ganz ähnliche Tendenzen gibt es im Urlaub: 56 Prozent der Deutschen prüfen ihre E-Mails auch regelmäßig am Strand – bei den 14 bis 17-jährigen (67 Prozent), 18 bis 29-jährigen (63 Prozent), 30 bis 39-jährigen (58 Prozent) und 40 bis 49-jährigen (60 Prozent) sind es sogar noch mehr.

Immer und überall erreichbar zu sein empfinden 45 Prozent der Menschen hierzulande als belastend. Dagegen scheint für die 14 bis 17-jährigen ständige Erreichbarkeit aber selbstverständlich zu sein, denn 77 Prozent fühlen sich hierdurch nicht gestresst. Auch Abhängigkeitsanzeichen vom Telefon lassen sich erkennen, denn insgesamt 35 Prozent der Deutschen würden sich ohne ihr Smartphone verloren fühlen: Bei den 14 bis 17-jährigen empfindet die Hälfte so (50 Prozent), bei den 18 bis 29-jährigen 58 Prozent, bei den 30 bis 39-jährigen 53 Prozent und bei den 40 bis 49-jährigen immerhin noch 45 Prozent.

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Ressort: Mobile, Studie
Maximilian Feigl

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