14.11.2017 - 22:20

SonoBeacon: Ortsbezogene Interaktionen auch ohne Bluetooth

Das Staatliche Museum für Archäologie in Chemnitz setzt auf Beacons – allerdings nicht auf die weit verbreitete Bluetooth-Variante. Stattdessen nutzt das Museum SonoBeacons, die mit akustischen Signalen arbeiten.

Ein Beacon ist ein kleiner Sender, der beständig in bestimmten Intervallen ein Signal aussendet, das von anderen Geräten empfangen wird. Das kann ein Bluetooth-Signal sein, muss es aber nicht. Im Falle des Staatlichen Museums für Archäologie in Chemnitz empfangen Smartphones die Signale und liefern so den Besuchern punktgenau Informationen. Das Angebot des Museums richtet sich an sehbehinderte Menschen. Sie erhalten so nicht nur Informationen zu den Ausstellungsstücken, sondern auch Wegbeschreibungen und -Anweisungen.

Akustische Signale statt BLE

Die im Museum verwendeten SonoBeacons des Herstellers RadioScreen setzen auf akustische Signale, um mit anderen Geräten zu kommunizieren. Diese senden über einen Lautsprecher ein hochfrequentes, digitales Signal, das für das menschliche Ohr nicht hörbar ist. Ein Mikrofon empfängt das gekennzeichnete Signal zur Weiterverarbeitung. Ab hier ist der Prozess wieder wie üblich: Entsprechende Programme, etwa eine Smartphone-App, erkennen die Signale und stellen die kontextbezogenen Inhalte dar. Dabei kann es sich um das Übertragen von Warenkörben, Coupons oder anderer kontextsensitiver Inhalte handeln. Eine Internetverbindung wird dabei nur zum Anfordern des anzuzeigenden Inhalts benötigt. Der besondere Vorteil der SonoBeacons liege laut Hersteller in der höheren Genauigkeit im Nachbereich: bis zu zehn Metern lässt sich der Nutzer sehr präzise lokalisieren.

Ein mögliches Einsatzszenario für die Technologie bieten nicht nur Museen. Gastronomen können ihre Gäste mit Tagesangeboten empfangen und den Bestell- und Bezahlprozess digitalisieren. Und Händlern ermöglicht siees beispielsweise ihren Kunden beim Besuch des Stores passende Angebote zu machen. Mit SonoShelf bietet RadioScreen stationären Händlern eine weitere auf der Technologie basierende Lösung: An den Terminals können Kunden Produkte online bestellen. Doch anstatt ihre persönlichen Daten dort eingeben zu müssen, sendet das Terminal den digitalen Warenkorb an das Smartphone des Kunden. Dort wird der Bezahlvorgang eingeleitet und abgeschlossen.

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Ressort: Geräte, Location Based Services
Maximilian Feigl

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