22.03.2016 - 10:34

Native Advertising soll Display-Werbung den Rang ablaufen

Der Stellenwert von Native Advertising nimmt für die Erlöse in der digitalen Werbebranche zu. Klassische Display-Kampagnen hingegen sollen als Einnahmequelle für Publisher künftig deutlich an Bedeutung verlieren.

Native Advertising besitzt das Potenzial, durch gute Inhalte positive Werbeeffekte zu erzielen. Publisher würden von der Einbindung dieser Werbeformen profitieren. Diese zentralen Ergebnisse gehen aus einer Expertenumfrage des Vermarkters Seeding Alliance hervor, die unter den rund 300 Teilnehmern des Native Ads Camps am 10. März durchgeführt wurde. Befragt wurden Publisher, Vermarkter, Agenturvertreter und Werbetreibende.

Die Einnahmequellen im digitalen Werbegeschäft werden sich bis zum Jahr 2020 verändern. Die große Mehrheit (93 Prozent) der Befragten war sich einig, dass sich der Anteil von Native Advertising am digitalen Werbemarkt in Deutschland innerhalb der nächsten vier Jahre mehr als verdoppeln wird. Mehr als 80 Prozent rechnen damit, dass klassische Display-Kampagnen als Einnahmequelle für Publisher deutlich an Wert verlieren werden. Die Branchenvertreter bestätigen Native Advertising damit als wachstumsstarkes Segment im Online-Werbegeschäft, das das Potenzial besitzt, Display-Werbung perspektivisch den Rang abzulaufen.

„Die Prognose der Branchenvertreter entspricht der aktuellen Entwicklung am Markt, denn Native Advertising ist als junge Werbeform sehr nachgefragt und weist extrem positive Wachstumswerte auf. Die Preisspirale bei klassischen Display-Ads hat einen Abwärtstrend, so dass Publisher nach neuen Erlösquellen suchen müssen. Als Bindeglied zwischen werbetreibender Industrie und Portalbetreibern sowie Verlagen stehen digitale Dienstleister, Vermarkter und Agenturen in der Pflicht, diesen Teil der Digitalwirtschaft solide aufzubauen. In Zukunft dreht sich alles um guten Content – sowohl redaktionell als auch werblich“, kommentiert Cevahir Ejder, Geschäftsführer der Seeding Alliance, die Ergebnisse der Expertenbefragung.

Der Inhalt ist entscheidend

Große Einigkeit herrscht demnach unter den Befragten bei der Bedeutung der Inhalte: 95 Prozent der Experten stimmten zu, dass der Werbeeffekt von Native Advertising hauptsächlich von qualitativ hochwertigen Inhalten abhängt. Insbesondere Publisher würden deutlich von Native Advertising profitieren. Nach Ansicht von 83 Prozent der Experten wirken die werblichen Inhalte nicht mehr wie Fremdkörper im Gesamtbild des redaktionellen Kontexts.

Hinsichtlich der Authentizität von Native Advertising überwiegt bei 74 Prozent der Befragten die Meinung, dass die Kennzeichnung als „Anzeige“ vollkommen zur Abgrenzung von redaktionellen Inhalten ausreicht. Nur 14 Prozent erachtet dies als nicht zutreffend. Weitere sechs von zehn Experten (61 Prozent) glauben, dass nur branchenweite Marktstandards und die Werbekennzeichnung die nötige Authentizität erzeugen und Vertrauen in Native Advertising schaffen können. In etwas mehr als 19 Prozent der Fälle lehnen die Befragten diese These ab.

Richtig kennzeichnen – aber wie?

Etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) glaubt, dass das werbetreibende Unternehmen hinter einer Native Advertising Kampagne für die Verbraucher erkennbar sein sollte. Erneut lehnen 19 Prozent diese Forderung eher ab. Nur ein Viertel konnte der Behauptung zustimmen, dass einzig die Kennzeichnungen von Werbekampagnen den Unterschied zwischen Native Advertising und Schleichwerbung ausmacht. Für die Mehrheit (63 Prozent) reicht eine Kennzeichnung nicht für den Unterschied aus.

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